Badminton
Argovia schafft den Ligaerhalt souverän

Die Aargauer Badmintonspieler bleiben nach einem eindrücklichen 7:1 und einem 8:0 gegen Basel in der Nationalliga A.

Alexander wagner
Drucken
Teilen
Argovias Susanne Keller
5 Bilder
Argovias Ayla Huser
Argovias Spielertrainer Andrew Dabeka
Argovias Reto Wettstein
Argovia schafft den Ligaerhalt

Argovias Susanne Keller

Alexander Wagner

Für die Akteure vom Team Argovia stand viel auf dem Spiel: «Ja, der Druck war schon gross», gibt denn auch Präsident Christian Schlittler, der selber noch in der zweiten Mannschaft auf Punktejagd geht, unumwunden zu. Entsprechend Mühe hatten die Aargauer in der ersten Auswärtspartie in Basel. «Sie sind stark gestartet und wir mussten uns zuerst an die Atmosphäre und die Halle gewöhnen», erklärt Spielertrainer Andrew Dabeka. Doch davon war am Ende nicht mehr viel zu spüren, denn das Team Argovia setzte sich souverän mit 7:1 durch.

Dabeka kennt Gegner auswendig

Dabei konnten die Aargauer gleich doppelt vom kanadischen Spielertrainer profitieren: Zum einen ist er ein starker Akteur auf dem Feld und hat seine Punkte sicher eingefahren. Zum anderen agierte Dabeka letzte Saison noch bei Basel und kannte daher die Stärken und Schwächen des Gegners besser als jeder andere. «Er konnte die Mannschaft entsprechend gut vorbereiten», freut sich Präsident Schlittler.

Mit dem klaren Auswärtserfolg war der grosse Druck weg und die Aargauer konnten in der Rückpartie unbefreit aufspielen. Und das taten sie denn auch eindrucksvoll und fegten ihre Gegner gleich reihenweise vom Platz. Kein einziges Spiel mussten die Argovianer abgeben und behielten beim 8:0 eine weisse Weste. «Der Sprung von der Nationalliga A zur NLB ist schon gross. Wir haben gehofft, dass es klar wird, aber das Resultat sicherlich nicht in dieser Form erwartet», meint der Präsident sicherlich erleichtert, nachdem er seine die Spieler abgeklatscht hat. «Wir wussten, dass es reichen wird, wenn jeder seinen Job macht», ergänzt Dabeka.

Und das haben seine Schützlinge eindrucksvoll getan. «Deshalb bin ich auch sehr glücklich», erklärt der Kanadier sichtlich zufrieden. Aber selbst wenn das Team hätte absteigen müssen, wäre nicht alles zusammengekracht. Dabeka hätte auch eine Etage tiefer weiter gemacht. «Wenn ich einen Job angefangen habe, will ich ihn auch weiterführen», erklärt der Kanadier. Aber er habe gar keine Gedanken daran verschwendet.

Letzter Auftritt für Simon Schmidli

Einziger Wermutstropfen in der allgemeinen Erleichterung war der Abschied von Simon Schmidli. Der hoch talentierte Spieler muss aufgrund von anhaltenden gesundheitlichen Problemen seine Karriere als Leistungssportler beenden. Entsprechend aufwühlend war sein letzter Auftritt. Auch er hat einen entscheidenden Teil zum Ligaerhalt beigetragen, wird nächste Saison aber nicht mehr dabei sein.

Die anderen geniessen jetzt zuerst den Erfolg und dann eine ganz kurze Pause. Doch bereits in etwa zwei Wochen beginnt die Vorbereitung auf die nächste Saison – zum Glück wieder in der Nationalliga A.