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Argovia Pirates werden vom Leader zerzaust

Die Argovia Pirates (in rot) wurden von den Piraten aus Freiburg dominiert.

Die Argovia Pirates (in rot) wurden von den Piraten aus Freiburg dominiert.

Gegen den NLC-Tabellenführer Fribourg Cardinals gab es eine 9:48-Niederlage. Es war für die Aargauer Liganeulinge eine Lehrstunde in Sachen Technik, Routine und Wille.

Die Argovia Pirates haben auf der Sportanlage Suhrenmatte in Buchs die Tabellenführer aus Fribourg empfangen. Bereits im Vorfeld war klar, dass die Cardinals der Favorit sein werden - sie haben dieses Jahr noch kein einziges Spiel verloren.

Das Kader der Cardinals ist sehr klein und umfasst nur 20 Spieler, von denen 18 anwesend waren. Das nährte die Hoffnung der Pirates, die mit einem Kader von 35 Spielern anwesend waren, die Gäste müde laufen zu können.

Es kam aber anders - bereits die erste Angriffssequenz konnten die Cardinals mit einem Touch Down abschliessen. Die Pirates konterten zwar umgehend und beendeten ihren Drive ebenfalls mit einem Touch Down, danach wurde ihnen aber vom Tabellenführer klar aufgezeigt wie das Spiel gespielt wird.

Fribourg überzeugte als Team

Die eher kleinen Spieler der Cardinals zeigten dem Heimteam auf, was mit Technik, Routine und viel Willen möglich ist. Die Spielzüge wurden von Anfang bis zum Ende fertig gespielt, jeder Spieler (so auch die Receiver bei Laufspielzügen) haben ihre Aufgabe zu 100 Prozent erledigt und zu Gunsten des Teams Blockarbeit verrichtet.

Die Runningbacks haben die Beine auch dann noch weiterbewegt, wenn schon ein gegnerischer Spieler an den Beinen gehangen hat - und konnten so mehrmals diverse Tackle brechen und sich wieder befreien oder mindestens noch ein paar Extra-Yards erstolpern. Die angreifenden Vorblocker haben konsequent den ersten gegnerischen Spieler geblockt und so dem dahinter laufenden Ballträger eine freie Bahn ermöglicht.

Körperliche Überlegenheit nicht ausgespielt

Im Gegensatz dazu scheinen die Pirates gewisse Basics schon wieder verlernt zu haben, denn dieser hohe Gewinn kann nicht alleine mit der grösseren Routine der Cardinals erklärt werden. So wurde vom ersten Verteidiger nicht der Vorblocker getackelt, sondern dieser wollte bereits den balltragenden Spieler erreichen - was im Normalfall schief ging (insbesondere, weil die Cardinals mit vielen Vorblockern spielen).

Die Tackels insbesondere waren meistens schlecht ausgeführt, dank dem konnten die Fribourger Angreifer mehrere Tackles brechen. Auch in den Lines, sowohl Offense wie auch Defense, war der so wichtige erste Schritt nicht genug explosiv und so konnten die körperlich eigentlich überlegenen Pirates die eher kleinen Cardinals nicht dominieren.

In zwei Wochen findet bereits das Rückspiel gegen die Cardinals in Fribourg statt. Bis dahin müssen die Pirates hart an sich arbeiten - wieder einfacher spielen, härter und korrekt tackeln, mit vollem Engagement den angesagten Spielzug ausführen und insbesondere wieder den Spielwitz und die Unbeschwertheit finden, welche in den ersten Spielen zum Erfolg geführt hatten.

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