Powerman

André Moser überrascht in Zofingen mit WM-Silber

Der Belgier Rod Woestenborghs überquert die Ziellinie in Zofingen als neuer Powerman-Weltmeister.

Der Belgier Rod Woestenborghs überquert die Ziellinie in Zofingen als neuer Powerman-Weltmeister.

Der Belgier Rod Woestenborghs und die Schwedin Eva Nyström dominierten die Powerman-WM. Bei den Männern klassierte sich André Moser überraschend auf Rang 2. Beste Schweizerin wurde Barbara Schwarz auf Platz 4.

Er hat dieses Jahr in Kolumbien an den World Games bereits den Duathlon-Weltmeistertitel über die Kurzdistanz gewonnen. Doch Rob Woestenborghs wollte mehr – und das stellte er an den Langdistanz-Weltmeisterschaften, die die Internationalen Triathlon Union (ITU) und die Powerman Assosiation gestern zum sechsten Mal gemeinsam in Zofingen durchführten, eindrücklich unter Beweis. Seine Gegner konnten auf der ersten Laufstrecke zwar noch mit dem Belgier mithalten, dann aber erhöhte der 37-Jährige die Pace und legte bis zum zweiten Wechsel einen Vorsprung von vier Minuten zwischen sich und den Rest des Topfeldes. Das Rennen war entschieden.

Moser mit starkem Schluss

Hinter dem souveränen Sieger entbrannte ein Wettstreit um die Podestplätze. Der Deutsche Michael Wetzel war als Zweiter auf den abschliessenden Laufparcours gegangen. «Nach zwei Kilometern flog André Moser aber regelrecht an mir vorbei», musste der Drittplatzierte neidlos eingestehen. «Das war mein Tag, mein Rennen, ich realisiere gar noch nicht, dass ich Zweiter geworden bin», konnte Moser sein Glück im Ziel kaum fassen. Der Berner steigerte sich diese Saison kontinuierlich, schloss den Powerman Geel auf Platz 5 und den Powerman Austria auf Rang 3 ab. Gestern liess er auch den Schaffhauser Andy Sutz hinter sich, bei dem «alles schief lief, was schief laufen kann.»

Die Kräfte gut eingeteilt

Mit beschlagener Stimme kam Eva Nyström als Erste ins Ziel und wiederholte somit ihren Sieg vom Vorjahr. «Den Titel zu verteidigen ist noch schöner, als ihn überhaupt zu gewinnen», meinte die erschöpfte Schwedin, die während des Rennens mit den Folgen einer Erkältung kämpfte und deshalb auf dem Rad nicht ganz so viel Vorsprung erarbeiten konnte, wie sie gehofft hatte. Denn die 35-Jährige wusste, dass mit Julia Viellehner eine starke Läuferin im Nacken lauerte. Beste Schweizerin war Barbara Schwarz aus Horgen auf Rang vier.

Kurzdistanz an Regionale

Die Entscheidung in der Powerman-Kurzdistanz verkam am gestrigen Sonntagvormittag zu einer regionalen Angelegenheit. Kurz nach zwölf Uhr lief der Zofinger Christian Wittensöldner als strahlender Sieger der Männer-Konkurrenz über die Ziellinie. Wenige Minuten später doppelte Jasmin Läderach aus Rothrist bei den Frauen im gleichen Stil nach.

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