Curling

Ambitionen gegen Lernprozess: Zwei Curling-Teams, zwei Geschichten

Von den Routiniers profitieren: Skip Briar Hürlimann von den Kägi-Fret Juniors.

Von den Routiniers profitieren: Skip Briar Hürlimann von den Kägi-Fret Juniors.

Das Team Aarau Pwc um Skip-Routinier Silvana Tirinzoni startet mit grossen Zielen am Internationalen Berner Damen Cup in Bern. Für die Aarau Kägi-Freit Juniors mit Briar Hürlimann geht es vor allem darum, Erfahrung zu sammeln.

Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage kaum sein: Auf der einen Seite das erfahrene Team Pwc um Skip Silvana Tirinzoni und auf der anderen Seite das junge Quartett von Aarau Kägi-Fret mit Skip Briar Hürlimann. Gemeinsam an den Teams ist einzig, dass sie an diesem Wochenende am Internationalen Berner Damen Cup starten. Das Turnier findet heuer bereits zum 45. Mal statt und auch dieses Jahr konnten die internationalen Topteams gewonnen werden. Unter anderem gab sich die mehrfache Olympia- und Weltmeisterschaftsgewinnerin Anette Norberg aus Schweden die Ehre. Im hochkarätigen Teilnehmerfeld figurierten auch die zwei Aarauer Teams, mit völlig verschiedenen Erwartungen.

Team Tirinzoni gehört zur Elite

Silvana Tirinzoni und ihr Team gehören zu den Besten in der Schweiz. Zur Teilnahme an einem Grossanlass hat es bisher jedoch nur selten gereicht. Dies möchte Tirinzoni in diesem Jahr zusammen mit Marlene Albrecht, Sandra Gantenbein und Esther Neuenschwander in diesem Jahr ändern. «Ja, wir wollen an den Trials teilnehmen, wo sich entscheidet, wer die Schweiz an den Olympischen Spielen in Sotschi vertritt», ist für Tirinzoni klar. Auf dem Weg dorthin muss ihr Team wichtige Punkte sammeln, um den Rückstand auf das Team von Mirjam Ott zu verringern.

Not-Unterstützung aus Kanada

Erschwerend für den Wettkampf in Bern kam hinzu, dass sich Esther Neuenschwander einen Bänderriss zugezogen hat. «Wir mussten extra eine Spielerin aus Kanada einfliegen lassen», erzählt Tirinzoni. Doch diese Kosten müsse man auf sich nehmen, wenn man die Qualifikation für Olympia als Ziel angebe, fügt sie an. Das Team Aarau Pwc muss sich also an die neue Konstellation gewöhnen, bevor man Wunder erwarten kann.

«Natürlich sind wir nervös»

Ganz anders sind die Voraussetzungen beim Team der 19-jährigen Briar Hürlimann. Die jungen Aarauerinnen wollen am Turnier in Bern primär Erfahrungen sammeln. Hürlimann selbst ist zwar nicht zum ersten Mal an einem internationalen Turnier dabei, aber dennoch ist es für sie speziell, gegen ihre Vorbilder zu spielen. «Natürlich sind wir nervöser, aber wir versuchen trotzdem unser bestes Curling zu zeigen», gibt sie sich selbstbewusst.

Es läuft noch nicht nach Wunsch

In der aktuellen Saison ist es dem Team Aarau Kägi-Fret Juniors bisher nicht nach Wunsch gelaufen, sie konnten sich nicht für die Schweizer Meisterschaften qualifizieren. Darum liegt der Fokus der Aarauerinnen bereits auf der nächsten Saison. Mit den zusätzlichen Erfahrungen von den Duellen gegen die internationalen Topteams soll der Schritt in die Elite leichter fallen. «Zuerst wollen wir aber nochmals bei den Junioren angreifen. Ein Schweizer Meistertitel wäre schön», lacht Hürlimann.

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