Amateurfussball
Ernste Lage bei Muri, Zofingen könnte noch aufsteigen: So steht es um die Aargauer Teams der 2. Liga inter

An diesem Wochenende stehen in der 2. Liga nach monatelanger Pause inter wieder drei Teams aus dem Aargauischen Fussballverband im Einsatz. Die Ambitionen gehen dabei weit auseinander.

Nik Dömer
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Der SC Zofingen darf noch vom Aufstieg träumen.

Der SC Zofingen darf noch vom Aufstieg träumen.

Otto Lüscher / Oltner Tagblatt

Der Amateurfussball im Aargau nimmt nach siebenmonatiger Pause langsam wieder Fahrt auf. Bereits an diesem Wochenende stehen die ersten Teams aus dem Aargauischen Fussballverband in der 2. Liga inter im Einsatz. Für sie gilt es, die restlichen zwei bis drei Spiele der unterbrochenen Hinrunde bis zum 4. Juli zu absolvieren, damit es zur sportlichen Wertung kommen kann.

Die Ambitionen gehen dabei weit auseinander. Der SC Schöftland steckt auf Platz 6 im Niemandsland der Tabelle. Weder Auf- und Abstieg sind möglich. Tabellennachbar FC Klingnau hat im Mittelfeld zwar nur drei Punkte weniger auf dem Konto, könnte jedoch rein rechnerisch noch in Bedrängnis kommen. Der Vorsprung von sieben Zählern auf den Strich ist jedoch komfortabel.

Der FC Klingnau könnte zum ersten Mal den Klassenerhalt aus eigener Kraft erreichen.

Der FC Klingnau könnte zum ersten Mal den Klassenerhalt aus eigener Kraft erreichen.

Alessandro Crippa / Aargauer Zeitung

Kommt dazu, dass es aufgrund diverser Rückzüge in den sechs Gruppen der 2. Liga inter nur zu 15 anstatt 18 Absteigern kommt. Will heissen, landet der FC Klingnau möglicherweise noch unter dem Strich auf Platz 11, so ist der Abstieg noch nicht besiegelt. Nur die Hälfte der Teams, die an drittletzter Stelle die Saison abschliessen, müssen den Gang in die regionale 2. Liga antreten. Entscheidend dabei ist der Punktekoeffizient.

«Natürlich sind wir besorgt»

Dies sorgt auch für etwas Entlastung bei Piu Nascimento. Der Trainer befindet sich mit dem FC Muri zwei Punkte hinter den Klingnauern. Der Abstand auf den Strich beträgt zwar fünf Punkte, doch die Lage ist ernst. Nicht zuletzt, weil Muri ein Spiel mehr auf dem Konto hat als die meisten Teams der Gruppe 5.

Für den FC Muri ist es eine Saison zum Vergessen.

Für den FC Muri ist es eine Saison zum Vergessen.

Hans Peter Schläfli / Solothurner Zeitung

«Natürlich sind wir besorgt, aber wir haben noch alles in den eigenen Händen. Das Vertrauen in die Mannschaft ist da. Wir hatten bereits ein Nachholspiel gegen NK Pajde, die mit einer fast komplett neuen Mannschaft angetreten sind. Der Gegner war deutlich stärker als noch vor dem Unterbruch, entsprechend bin ich zufrieden mit diesem Auftritt. Wir sind auf dem richtigen Weg», betont Trainer Piu.

Trotzdem, der Trainer kann nicht leugnen, dass es für die Murianer eine Saison zum Vergessen ist: «Eigentlich gehören wir in eine ganz andere Region der Tabelle. Wir haben ein starkes Kader, aber wir werden unser Verletzungspech einfach nicht los. Beispielsweise erlitt Neuzuzug Basil Gmür vor dem Spiel gegen Pajde einen Muskelfaserriss. Dieses Pech ist symptomatisch für die gesamte Saison.»

Nun sei das Ziel, am kommenden Wochenende gegen die Blue Stars mit einem Heimsieg den Klassenerhalt anzuvisieren. Sollte der FC Aegeri gegen die favorisierten Zofinger verlieren, wäre der Ligaerhalt damit gesichert. «Es wäre auch ein tolles Abschiedsgeschenk für unseren Spieler Sandro Streuli, der über 10 Jahre für diesen Verein gespielt hat und seine Karriere nach der Saison beendet. Wir möchten den Sieg unbedingt für ihn holen», erklärt Trainer Piu.

«Aufstieg war nie unser Ziel»

Ausgerechnet der SC Zofingen könnte also mit einem Sieg am kommenden Samstag gegen den FC Aegeri für den Klassenerhalt des FC Muri sorgen. Mit einem sicheren Dreier rechnet Trainer Hansruedi Birrer jedoch nicht: «Aegeri ist ein heikler Gegner, das wird eine ganz enge Kiste.»

Dem SC Zofingen ist der Umbau der 1. Mannschaft in dieser Saison gelungen.

Dem SC Zofingen ist der Umbau der 1. Mannschaft in dieser Saison gelungen.

Otto Lüscher / Oltner Tagblatt

Trotzdem ist die Devise beim Trainer klar: «Wir haben noch zwei Spiele und wollen beide gewinnen. In der letzten Runde spielen wir gegen den Leader FC Lachen/Altendorf, möglicherweise könnten wir dann noch mit einem Sieg für eine Überraschung sorgen.»

Tatsächlich darf Birrers Mannschaft, die derzeit an dritter Stelle steht, noch mit einem möglichen Aufstieg liebäugeln. Der Rückstand zur Spitze beträgt lediglich drei Zähler, allerdings hat Zofingen bereits ein Spiel mehr absolviert als die Konkurrenz: «Wir haben in dieser Saison einen erfolgreichen Umbau der Mannschaft vollbracht, darauf sind wir bereits stolz. Der Aufstieg war nie unser Ziel, deshalb machen wir uns jetzt auch keinen Druck.»