Rütihof bei Baden ist für Waffenläufer und Militärradfahrer zum Begriff geworden. Einmal mehr treffen sich am Samstag (Start 13 Uhr) die Besten dieser Sportarten zur traditionellen Stafette, die offiziell als Schweizer Meisterschaft ausgeschrieben ist.

Waffenlauf und Militärradrennen stehen zwar nicht mehr so im Fokus wie in früheren Zeiten, als über den «Frauenfelder» oder den «Reinacher», um nur zwei Waffenläufe zu nennen, ausführlich in der Wochenschau in den Schweizer Kinos berichtet wurde. Aber die Rütihof-Stafette ist einmalig in der Schweiz. Sie ist eine attraktive, leistungsbezogene Schau. Sportler aus allen Landesteilen und Gesellschaftsschichten, im breiten Spektrum zwischen 21- und 76-jährig, finden sich mit Herzblut zum fairen Wetteifern zusammen.

Der Wettkampfmodus bleibt gleich: Je ein Waffenläufer und ein Militärradfahrer bilden ein Duo. Die Läufer müssen drei Runden zu je 5,7 km absolvieren. Nach jeder Runde übergeben sie den Radfahrern, die beim ersten Mal vier Runden zu 5,6 km bestreiten, nach der zweiten Ablösung noch drei Runden. Danach folgt die entscheidende letzte Runde für die Läufer. Im Start- und Zielgelände des Twerenbold-Areals können die Zuschauer die Wechsel und die rasanten Durchfahrten der Radfahrer genau beobachten.

Hansjörg Brückers erster Auftritt

Insgesamt haben sich 50 Männer-, 6 Frauenteams und 2 Mixedpaare angemeldet. Die Vorjahressieger David Senn (Läufer aus Ostermundigen) und Radfahrer Luciano Biedermann (Lupfig) erhalten grosse Konkurrenz durch Markus Joho (Dintikon)/Josef Christen (Gippingen). Gespannt darf man auf den erstmaligen Auftritt von Läufer Hansjörg Brücker (Baden) mit Andreas Steger (Niederrohrdorf) sein, aber auch auf Michael Lingua/Adrian Schläpfer. Bei den Frauen kann Marianne Balmer (Zerrung) ihren Vorjahreserfolg (mit Denise Lingua) nicht verteidigen. Favoritinnen sind Stefica Gajic/Silvia Forrer sowie Rosa Moreira/Brigitte Oberbühler.