Tischtennis

Altmeister leisten gegen junge Elitespieler hartnäckig Widerstand

Erfolgreiches Team: Stefan Renold und Thierry Miller sichern sich Silber.

Erfolgreiches Team: Stefan Renold und Thierry Miller sichern sich Silber.

Bei den Schweizer Meisterschaften in Muttenz waren die Aargauer wieder vorne mit dabei. Renold und Miller sichern sich die silberne Auszeichnung. Hotz erlangt im Einzel wie auch mit Brunner im Doppel die bronzene Medaille.

«Es war unser bestes Spiel an diesem Wochenende», sagte Stefan Renold. «Doch unsere Gegner waren stärker als wir.» Einmal mehr hatte der Aargauer zusammen mit seinem langjährigen Doppelpartner Thierry Miller aus Bulle an Schweizer Meisterschaften eine Medaille geholt – dieses Mal war es Silber. Im Final unterlagen Renold und Miller den favorisierten Baslern Nicola Mohler und Lionel Weber.

Wohl vermochten die beiden Altmeister die jungen Nationalspieler zu fordern, zu einem Satzgewinn reichte es aber nicht. Im Halbfinal hielten der 48-jährige Renold und sein 47-jähriger Partner zwei rund 20 Jahre jüngere Spieler in Schach.

Preis für Fairplay

Im Einzelwettbewerb hatte der NLB-Spieler vom TTC Bremgarten hingegen im Achtelfinal gegen U18-Schweizer-Meister Gaël Vendé das Nachsehen. Weil Renold dabei auf einen Ball hinwies, der den Tisch noch berührte, aber weder vom Gegner noch von den Schiedsrichtern gesehen wurde, erhielt er den Fairplay-Preis zugesprochen.

Trotz fortgeschrittenen Alters erfolgreich

Die Silbermedaille im Doppel wird der umfangreichen Medaillensammlung des 48-Jährigen hinzugefügt, die seit den 1980er Jahren anwächst. «Ich habe es nie nachgezählt, aber es müssten insgesamt 26 oder 27 Titel im Einzel und Doppel sein», sagt Renold. Die zwei einstigen Dominatoren des Schweizer Tischtennis – in den 80er und 90er Jahren trafen sich Renold und Miller zehnmal in Folge im Einzelfinal – sind immer noch ernsthafte Gegner für die jüngeren Elitespieler. Dazu gehört zum Beispiel Christian Hotz.

Der 27-jährige Zofinger bezwang Thierry Miller im Viertelfinal in sieben Sätzen. Danach traf er auf Elia Schmid, einen aufstrebenden 17-jährigen vom Organisator Rio-Star Muttenz. 2:1 in den Sätzen und 9:7 in Führung liegend, zerrte sich Hotz die Wade. Derart handicapiert glitt dem Schweizer Meister von 2008 der Satz und schliesslich der Match aus den Händen. «Das soll die herausragende Leistung von Elia Schmid nicht schmälern. Er hat heute sehr gut gespielt», lobte Christian Hotz den späteren Schweizermeister.

Vom späteren Sieger gestoppt

Ebenfalls Bronze gab es für Hotz im Doppel. Mit dem erst 14-jährigen Dimitri Brunner wurde er erst im Halbfinal von den späteren Siegern Nicola Mohler und Lionel Weber gestoppt. «Es war ein gutes Wochenende für mich», sagte Christian Hotz.

Überraschender Erfolg

Einen Erfolg konnte auch der 48-jährige Erich Niessner vom TTC Schöftland feiern, der sich in der 2. Runde gegen den favorisierten Ex-Nationalspieler Marc Altermatt durchsetzen konnte.

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