8. Mittelland-Cup

Alte Rivalität neu entdeckt: Unihockey Mittelland beschliesst das Heimturnier im dritten Rang – Lok triumphiert

Unihockey Mittelland wird beim Heimturnier Dritter.

Unihockey Mittelland wird beim Heimturnier Dritter.

Beim traditionellen Saisonvorbereitungsturnier lebte die alte Rivalität zwischen Unihockey Mittelland und Lok Reinach bereits wieder auf. Trotz Niederlage und dem dritten Turnierschlussrang, zieht UM-Coach Michel Bieri ein positives Fazit.

Bereits zum achten Mal diente der Mittelland-Cup, das traditionelle Vorbereitungsturnier für Grossfeldteams in Olten, am Sonntag, 3. September, als ideale Standortbestimmung zwei Wochen vor dem Saisonstart. Das Heimteam, das nach dem Abstieg in die 1. Liga im Vergleich zur Vorsaison ein deutliches verjüngtes und verändertes Gesicht trägt, stellte zum Auftakt in den Turniertag gleich seine Ambitionen klar.

Der zukünftige Ligakonkurrent Fricktal wurde mit 9:4 deutlich in die Schranken gewiesen. Eine ungleich schwierigere Aufgabe bedeutete die Lok aus Reinach – ebenfalls ein baldiger Gegner in der Erstliga-Meisterschaft. Bei Halbzeit (der Modus lautete auf eine Spieldauer von zweimal 20 Minuten) lagen die Mittelländer bereits mit 1:5 zurück. Nach der Pause kämpfte sich UM wieder auf zwei Tore Differenz heran, doch als Lok abermals die Führung erhöhte, war der Widerstand gebrochen.

Emotionen dank alter Rivalität

«Wir haben den Fokus verloren und es stimmte daraufhin im Kopf nicht mehr», erklärte UM-Coach Michel Bieri hinterher. Denn die alte Rivalität zwischen Olten-Zofingen und Reinach, die über mehrere Jahre aufgrund ausbleibender Direktbegegnungen brach lag, war schnell wieder aufgebrochen und so gingen die Wogen bereits ordentlich hoch, was für die Meisterschaft emotionsgeladene Partien verspricht.

So kam UM vom erfolgsversprechenden Weg ab, was das Verdikt von 9:3 zugunsten von Reinach deutlich ausfallen liess. «Zu deutlich», wie Bieri meinte. Doch habe der spätere Turniersieger die Partie verdientermassen gewonnen. Mit je einem Sieg und einer Niederlage zog Mittelland ins Spiel um Platz drei ein.

Dort wartete mit den Vipers Innerschwyz wiederum ein Gegner aus der Erstliga, allerdings aus der Ost-Gruppe. Die Schwyzer konnten ihr Rendement als Spitzenteam der Erstliga nicht abrufen, währenddem UM, mit Ausnahme der Schlussminuten, fokussiert auftrat und mit dem 5:3-Sieg den dritten Rang beim Heimturnier davontrug.

Derweil behauptete sich Lok Reinach auch im Final gegen den Tessiner NLB-Vertreter Verbano Unihockey als bissigstes und bestes Team des Tages. Mit 4:1 sicherte sich das breite und eingespielte Kollektiv aus dem Wynetal den Turniersieg. Derweil errang Deitingen mit 7:6 nach Penaltyschiessen gegen Fricktal die «goldene Ananas», respektive den fünften Rang.

Erkenntnisgewinn und Wermutstropfen

«Im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden. Klar, die deutliche Niederlage gegen Lok wurmt mich. Ich habe mir da schon mehr versprochen und wollte eigentlich in den Final mit meinem Team», bilanzierte Bieri. Der Abschluss sei hingegen wieder versöhnlich ausgefallen.

Nach anfänglicher Ungewissheit über das Leistungsvermögen seiner Equipe, die mit einem Durchschnittsalter von zwanzig Jahren die mit Abstand jüngste darstellte, blicke er nun dem Saisonstart optimistisch entgegen. In den verbleibenden Tagen stehe nun das Einüben von Automatismen und die Verständigung in den Linien an, bevor es Mitte September mit dem Meisterschaftsauftakt gegen Schüpbach und dem Cup-Knaller gegen A-Ligist Waldkirch-St. Gallen gleich doppelt ernst gilt.

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