FC Wohlen
Alte Männerfreundschaft dirigiert den FC Wohlen

Gestern leitete Wohlens Neo-Trainer David Sesa sein erstes Training. An seiner Seite: Assistent Umberto Romano, den er seit der gemeinsamen Juniorenzeit beim FC Zürich kennt.

Andreas Fretz
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Beide haben Jahrgang 1973, beide tragen einen italienischen Namen, sind aber in der Schweiz geboren. Kennengelernt haben sich David Sesa und Umberto Romano 1985 bei den C-Junioren des FC Zürich. Während sieben Jahren spielten sie Seite an Seite, schafften es bis in die 1. Mannschaft des FC Zürich. Erst 1992 trennten sich die Wege, als Romano vom FCZ zum FC Wettingen wechselte.

Erinnerungen an Grümpelturniere

«Man kann von einer Männerfreundschaft sprechen», sagt Romano. Auch die Eltern der beiden Familienväter kennen sich. Die Erinnerungen an gemeinsame Grümpelturniere und zahlreiche Trainings sind noch präsent. Der Kontakt brach auch nicht ab, als Sesa seinen Lebensmittelpunkt nach Italien verlegte. Kein Wunder also, war es Sesa, der Romano als neuen Wohlen-Assistenten ins Gespräch brachte. Für Wohlens Präsident Andy Wyder verfügt das neue Trainergespann über die «ideale Mischung». Auf der einen Seite der internationale Sesa, auf der anderen Seite der regional verwurzelte Romano, der den Schweizer Fussball aus nächster Nähe kennt und zuletzt den FC Küsnacht in der 2. Liga interregional trainiert hat.

Sergio Bastida von Wil zu Wohlen

Beim Trainingsstart gestern auf der Niedermatten hinterliessen die beiden bereits einen eingespielten Eindruck. Und das ist wichtig, denn viel Zeit bleibt nicht bis zum Saisonbeginn der neuen 10er-Liga am 14. Juli. 17 Spieler waren anwesend, darunter auch Sergio Bastida. Der 32-jährige defensive Mittelfeldspieler wechselt mit einem Zweijahresvertrag von Ligakonkurrent Wil zum FC Wohlen. «Bastida wird für uns ein wichtiger Spieler sein», sagt Sesa, «er verfügt über viel Erfahrung und kennt die Challenge League.» Weiter wechselt wohl der portugiesisch-serbische Doppelbürger Sava Bento leihweise vom FC Luzern zu den Aargauern. Der 21-jährige Mittelfeldspieler kam zuletzt in Luzerns U21 zum Einsatz. Handlungsbedarf sieht Sesa vor allem auf den Aussenbahnen.

Nicht verlängert werden die Verträge mit Publikumsliebling José Luis Mamone, Massimo Mancino, Jean-Marie Schembri, Theodoros Karapetsas, Genc Matoshi und Stephen Guepie. Dies in Absprache mit Sesa, wie Präsident Wyder betont. Daniele Romano ist derweil beim FC Aarau im Gespräch. Die Abgänge von Alex De Lima (Chicago Fire/USA) und Pascal Renfer (Rücktritt) sind schon länger bekannt. Über noch gültige Verträge verfügen Goalie Giovanni Proietti, Captain Michael Winsauer, Gaspar, Selver Hodzic, Alban Pnishi und Thomas Weller.

Sesa, der 36-mal im Trikot der Schweizer Nationalmannschaft auflief, war durchaus angetan von den ersten Trainingseindrücken: «Ich habe positive Leute gesehen, die Stimmung war gut, der Einsatz ebenfalls.» Sesa verschwieg aber auch nicht, dass er sich zuerst einen Überblick über das Kader verschaffen müsse.