Basketball
Alte Kanti Aarau und Alstom Baden haben die Playoffs im Visier

Der Start der NLB-Saison steht vor der Türe. Alte Kanti Aarau und Alstom Baden waren beide auf dem Transfermarkt aktiv und haben einige Neuzugänge zu verzeichnen. Ein Vorbereitungsspiel zwischen den beiden Teams gewannen die Aarauerinnen knapp.

Fabio Baranzini
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Die Aarauerin Sabrina Eisenring (in Blau) gegen die Badenerin Maja Wuffli beim Testspiel vergangene Woche.

Die Aarauerin Sabrina Eisenring (in Blau) gegen die Badenerin Maja Wuffli beim Testspiel vergangene Woche.

Fabio Baranzini

In den letzten Jahren stellte der Aargau im NLB-Frauenbasketball stets zwei Vertreter. Das ist auch jetzt der Fall, allerdings gab es eine Veränderung bei den Protagonisten. Olten-Zofingen musste sein Team zurückziehen, dafür wird sich künftig der BC Alte Kanti Aarau mit Alstom Baden um die Vorherrschaft im Kanton duellieren.

Gute Mischung im Team

Die Aufsteigerinnen aus der Kantonshauptstadt haben auf dem Transfermarkt fleissig zugelangt. Vom NLA-Verein Uni Basel, der sich ebenfalls aus dem Wettkampfbetrieb verabschiedet hat, sind Szandra McCrory und die ehemalige Nationalspielerin Eva Moldovanyi nach Aarau gekommen. Zusammen mit der NLA-erprobten Sabrina Eisenring und den Geschwistern Milenkovic verstärken sie die bestehende Mannschaft, die in der letzten Saison das Geschehen in der 1. Liga dominiert hatte. «Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen», sagt Trainer Milenko Tomic, der die Mannschaft in der Sommerpause übernommen hat.

Angesprochen auf die Ziele gibt sich der 48-Jährige bescheiden. «Wir wollen uns in der Liga etablieren. Wenn wir die Playoffs erreichen, wäre das genial.» Wer jedoch den Erfolgstrainer kennt, der weiss, dass er ein Meister des Understatements ist. In der Auftaktpartie am Sonntag auswärts gegen die Highflyers Luzern haben die Aarauerinnen die erste Gelegenheit, sich zu beweisen.

Einige Wechsel bei Baden

Eine Woche später startet auch Alstom Baden in die neue Spielzeit. Das Team setzt sich wie Aarau das Erreichen der Playoffs zum Ziel. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Badenerinnen den vierten Rang anvisierten und diesen aufgrund inkonstanter Leistungen verpassten, gab es einige personelle Wechsel. Fiona Egloff und Jessica Stamm spielen nicht mehr für die erste Mannschaft, dafür kehrt mit Michelle Thalmann eine Spielerin aus dem eigenen Nachwuchs zurück.

Wie Aarau hat auch Baden davon profitiert, dass sich Basel und Olten-Zofingen zurückgezogen haben. «Von Basel kommt Cinzia Ferrari, die bereits früher für uns gespielt hat, und von Olten-Zofingen stossen Maja Wuffli und Stella Petermann zum Team», sagt Captain Florence Hügli.

Systeme/Spielzüge müssen noch eingeübt werden

Ob ihr Team in der aktuellen Zusammensetzung stärker ist als letzte Saison, will Hügli nicht entscheiden. «Das Kader ist dank der Zuzüge breiter geworden, aber wir brauchen noch Zeit, um die Systeme und Spielzüge in der neuen Konstellation einzuüben», gibt Hügli zu bedenken.

Im Testspiel gegen die Aufsteigerinnen des BC Alte Kanti Aarau vergangene Woche klappte noch nicht alles wie gewünscht. Die Aarauerinnen siegten knapp mit 51:49. Welcher der beiden Aargauer Vertreter in der Meisterschaft die Nase vorne haben wird, wird sich zeigen.