Basketball

Alte Kanti Aarau startet mit einer Machtdemonstration in die Playoffs

40 Punkte Vorsprung: Der BC Alte Kanti Aarau ist bereits im Playoff-Rhythmus. Der Qualifikationsdominator ist stark in die NLB-Playoffs gestartet. Vor über 400 Zuschauern siegte er zu Hause gegen Villars diskussionslos mit 93:53.

Mit diesem Sieg haben die Aarauer ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Und was für eines. Das Team von Trainer Milenko Tomic liess die Muskeln gehörig spielen und zeigte, dass der Weg zum Meistertitel auch in diesem Jahr über die Mannschaft aus der Kantonshauptstadt führen wird. Während sich die übrigen Mitfavoriten beim Playoff-Auftakt schwertaten – Pully siegte lediglich mit einem Punkt Vorsprung gegen Bern und Aaraus härtester Konkurrent Vevey startete mit einer Heimpleite gegen Meyrin – deklassierte der BC Alte Kanti Aarau Villars Basket gleich mit 40 Punkten Vorsprung.

Nervöser Beginn

Die Geschehnisse des ersten Viertels deuteten aber noch nicht auf einen so klaren Aarauer Sieg hin. Der BC AKA stand zwar in der Defensive solide, agierte im Angriff aber zu ungenau. Regisseur Dejan Hohler blieb anfangs unter seinem gewohnten Niveau, Center Mladen Radic wurde wegen zweier Foulspiele bereits früh auf die Bank verbannt und Nati-Spieler Roman Albrecht konnte sich trotz Lufthoheit unter dem Korb nicht wie gewünscht in Szene setzen. «Wir waren am Anfang nervös. Das war unnötig, aber gehört halt zu den Playoffs», so Aaraus Trainer Tomic.

Mit einem 16:10-Vorsprung gings in den zweiten Abschnitt und dort präsentierte sich das Heimteam in bester Spiellaune. Vor allem Mladen Radic (21 Punkte) sorgte in den ersten Minuten für viel Druck in der gegnerischen Zone. Der Bosnier, der während der gesamten Partie mit den Schiedsrichterentscheiden haderte, warf gleich sieben Punkte in Serie und verschaffte dem BC AKA damit ein beruhigendes Polster. Die Aarauer hatten ihr Spiel nun gefunden. Hohler (23 Punkte), Lehmann (18), Kangsen (5) und Morandi (4) überforderten die Gegner ein ums andere Mal mit ihrer Geschwindigkeit und auch unter dem Korb konnten sich Bozovic und Albrecht steigern. Mit 40:20 fiel das Halbzeitresultat entsprechend deutlich aus.

Aarauer Siegermentalität

Doch damit gaben sich die Aarauer nicht zufrieden. Sie bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus und hielten ihr Spiellevel konstant hoch, obwohl sie alle Akteure im Kader einsetzten. «Das machte heute den Unterschied. Alle zwölf Spieler waren bereit und haben den Sieg unbedingt gewollt», freute sich Milenko Tomic nach der Partie.

Bei Villars machte sich hingegen die Frustration bemerkbar. Mit vielen Fouls und Unsportlichkeiten ritten sie sich immer tiefer in die Bredouille und die Aarauer feierten so nach mässigem Start einen ungefährdeten 93:53-Heimerfolg. Mit einem weiteren Sieg am Freitag in der Westschweiz könnten sich die Aarauer bereits vorzeitig für die Playoff-Halbfinals qualifizieren.

Meistgesehen

Artboard 1