Basketball

Alte Kanti Aarau: Mühsamer Arbeitssieg gegen das Schlusslicht

Der Aarauer Flügelspieler Marco Lehmann war der erfolgreichste Aarauer Werfer.

Der Aarauer Flügelspieler Marco Lehmann war der erfolgreichste Aarauer Werfer.

Die NLB-Männer der Alten Kanti Aarau schlagen Blonay in der eigenen Halle mit 73:61. Die Alte Kanti blieb dabei weit unter ihren Möglichkeiten. Marco Lehmann war mit 21 Punkten der beste Werfer der Aarauer.

Die Zuschauer in der Telli-Halle rieben sich verwundert die Augen: Fünf Minuten vor Spielende stand es 53:50 für die Aarauer. Nur drei Punkte Vorsprung für den zweifachen NLB-Meister gegen Blonay Basket, das in der letzten und in dieser Saison zusammengezählt nur ein einziges Meisterschaftsspiel gewinnen konnte. Das erwartete Schaulaufen des grossen Favoriten vor eigenem Anhang blieb aus.

Alte Kanti Aarau wirkt schwerfällig

Es war nicht so, dass Blonay an diesem Abend über sich hinausgewachsen wäre. Die Romands spielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Sie waren aufsässig und hätten mit etwas mehr Glück im Abschluss den Aarauern gar die erste Heimniederlage in der Meisterschaft seit mehr als eineinhalb Jahren zufügen können. Die Gastgeber wirkten hingegen schwerfällig. Sie fanden den freistehenden Mann nicht, leisteten sich unerklärliche Fehler im Spielaufbau und zeigten ungewohnte Schwächen im Abschluss. Stellvertretend dafür steht Topskorer Dejan Hohler, der nur gerade 36 Prozent seiner 2-Punktewürfe und 25 Prozent seiner 3-Punktewürfe versenkte – miserable Quoten für den ansonsten treffsicheren Slowenen.

Jankovljevic schmerzlich vermisst

In dieser Situation wurde Andrija Jankovljevic, der normalerweise Zug und Dynamik ins Aarauer Spiel bringt, schmerzlich vermisst. Wegen eines Bänderrisses im Fussgelenk fällt der Flügelspieler mehrere Wochen aus. Daher mussten Morandi und Marchand auf der für sie ungewohnten Aussenposition spielen. «Wir haben während dreier Vierteln nichts getroffen. Normalerweise führen wir gegen einen Gegner wie Blonay nach dem ersten Viertel mit 10 Punkten und haben die Partie in der Hälfte entschieden», meinte Flügelspieler Marco Lehmann.

Aarau fehlt die Konstanz

Nicht diesmal. Nach 20 Minuten führte Aarau zwar mit 33:26, lag damit aber mehr als 11 Punkte unter seiner durchschnittlichen Trefferzahl zur Spielhälfte in dieser Saison. Es gab immer wieder Phasen, in denen man glaubte, das Heimteam könne sich absetzen. Wenn die Jungs von Milenko Tomic das Spiel schnell machten, war der Tabellenletzte überfordert. Doch Aarau fehlte die Konstanz. Licht und Schatten wechselten zu häufig und so schmolz der zwischenzeitliche 49:34-Vorsprung wieder auf die eingangs erwähnten drei Punkte.

Marco Lehmann bester Aarauer Werfer

«Die Verteidigung von Blonay war derart chaotisch, dass sie schon fast wieder gut war. Wir wussten nicht, was wir machen sollten und haben viele freie Würfe nicht genommen. Erst am Schluss haben wir getroffen», analysierte Lehmann, der in eben dieser Schlussphase für die Entscheidung sorgte. Mit 21 Punkten war er der beste Werfer des Heimteams, das weit unter seinen Möglichkeiten blieb, aber trotzdem sicher mit 73:61 siegte.

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