Basketball
Alte Kanti Aarau gelingt die Revanche gegen Meyrin

In der laufenden Saison setzte es für den amtierenden NLB-Meister erst eine Niederlage ab – gegen CPE Genève Meyrin. Im Rückspiel in der eigenen Halle wollte sich der Tabellenführer aus Aarau revanchieren. Und siegte mit 100:65.

Fabio Baranzini
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Trainer Milenko Tomic (links, Aarau) beim Einlauf vor dem Spiel mit Dejan Hohler (rechts). Foto: Christian Boss

Trainer Milenko Tomic (links, Aarau) beim Einlauf vor dem Spiel mit Dejan Hohler (rechts). Foto: Christian Boss

Drei Wochen sind seit dem letzten Spiel gegen Küsnacht vergangen. Wer jedoch glaubte, die Aarauer hätten Mühe den Rhythmus wieder zu finden, täuschte sich gewaltig. Das erste Viertel war etwas vom Besten, was es in der Tellihalle in der aktuellen Meisterschaft zu sehen gab. Die Aarauer spielten schnell, fanden fast immer den frei stehenden Mann und hatten nur zwei Ballverluste zu verbuchen. Zudem zeigten sich Milenko Tomics Männer äusserst treffsicher bei den Dreipunktewürfen. Die Konsequenz: Tabellenführer Aarau lag gegen die sechstplatzierten Genfer nach zehn Minuten mit 25:15 in Front. «Wenn wir so spielen wie im ersten Viertel, schlägt uns niemand», meinte Regisseur Dejan Hohler nach der Partie.

Dejan Hohler (links, Aarau) gegen Clayton Le Sann (rechts, Meyrin).
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Dejan Hohler (Aarau) am Ball.
Philippe Sager (rechts, Aarau) gegen Sebastien Hunziker (links, Meyrin).
Ivan Castro (rechts, Aarau) gegen Sebastien Hunziker (links, Meyrin).

Dejan Hohler (links, Aarau) gegen Clayton Le Sann (rechts, Meyrin).

Der Slowene zeigte einmal mehr eine überragende Partie. Neben 23 Punkten gelangen ihm zehn Assists und acht Rebounds. Es fehlten nur zwei Rebounds und «Dr. Basketball» hätte sein erstes «tripple-double» - zweistellige Zahl bei Punkten, Assists und Rebounds - auf Schweizer Parkett realisiert, obwohl er zehn Minuten auf der Bank sass. Im Sog von Hohler zeigte auch Marco Lehmann eine starke Vorstellung. Mit 29 Punkten, darunter fünf verwandelte Dreipunktewürfe bei ebenso vielen Versuchen, gelang dem 19-Jährigen seine beste Saisonleistung.

Die Alte Kanti hatte die Partie in der gut besuchten Tellihalle zu jeder Zeit im Griff. Nach einer 53:27-Halbzeitführung wurde die Gangart ruppiger, das Geschehen emotionaler. Der anfänglich hohe Spielrhythmus wurde von vielen Fouls gebrochen. Am Resultat änderte sich deswegen nichts. Je länger die Partie dauerte, umso mehr machte sich bei den Westschweizern die Frustration bemerkbar. Einzig der ehemalige NLA-Crack Matthias Kautzor, der knapp einen Drittel der Genfer Punkte warf, kämpfte weiter. Am klaren 100:65-Sieg der Gastgeber konnte aber auch er nichts ändern. Damit haben sich die Aarauer in überzeugender Manier für die bisher einzige Saisonniederlage revanchiert.

«Im ersten Viertel haben wir so gespielt, wie wir uns das vorstellen. Danach gab es zu viele Abstimmungsfehler in der Defensive, die wir uns in den Playoffs nicht mehr erlauben dürfen», analysierte Assistenzcoach Oliver Berger das Spiel.

Neben attraktivem und erfolgreichem Basketball sorgt der Verein aus der Kantonshauptsstadt auch neben dem Spielfeld für Unterhaltung. Am Samstag gab es in den Pausen erstmals musikalische und tänzerische Darbietungen von Rapper Prime und einer vierköpfigen Tanzgruppe aus der Region. «Wir wollen den Zuschauern noch mehr bieten als guten Sport und gleichzeitig regionalen Talenten eine Plattform geben», erklärt Berger das Konzept des Vereins, das in Zukunft bei jedem Heimspiel umgesetzt werden soll.