Basketball
Alte Kanti Aarau auf dem Weg in den Playoff-Final kaum zu stoppen

Das erste Spiel der Playoff-Halbfinals gegen Pully gewinnen die Qualifikationssieger aus Aarau klar mit 103:67. Am nächsten Samstag kann das Team von Trainer Milenko Tomic in den NLB-Final einziehen.

Fabio Baranzini
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Basketball-Playoff-Halbfinal Aarau gegen Pully
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Aaraus Marvin Kangsen im Spiel gegen Pully. Foto: fba
Aaraus Mladen Radic im Spiel gegen Pully. Foto: fba
Aaraus Dejan Hohler im Spiel gegen Pully. Foto: fba
Aaraus Dejan Hohler im Spiel gegen Pully. Foto: fba
Aaraus Mladen Radic im Spiel gegen Pully. Foto: fba

Basketball-Playoff-Halbfinal Aarau gegen Pully

Wer soll den BC Alte Kanti Aarau in der derzeitigen Verfassung stoppen? Obwohl Aaraus Trainer Milenko Tomic betont, dass man noch nichts gewonnen habe, drängt sich diese Frage je länger, je mehr auf.

Die Qualifikation war eine einzige Machtdemonstration des amtierenden NLB-Meisters aus der Kantonshauptstadt und auch die Playoffs glichen bis anhin eher einem Schaulaufen als einem Kampf auf Biegen und Brechen. Gegen Villars gewannen die Aarauer beide Spiele mit mehr als 30 Punkten Vorsprung und auch das stärker eingeschätzte Pully war kein echter Gradmesser.

Dabei hatte die Affiche vor dem ersten Playoff-Halbfinalspiel zwischen Aarau und Pully attraktiven und spannenden Basketball versprochen: Der Qualifikationssieger gegen den Tabellenvierten, der die beiden Direktbegegnungen in der laufenden Saison offen gestalten konnte und den Aarauern beinahe die einzige Heimniederlage der Saison zugefügt hatte.

Erst in einer an Dramatik kaum zu überbietenden Verlängerung konnte sich die Alte Kanti damals mit 92:89 durchsetzen. Die Partie vom vergangenen Samstag war zwar allemal attraktiv, doch die Spannung suchten die über 500 Zuschauer in der gut gefüllten Tellihalle vergeblich. Dafür waren die Jungs von Aaraus Trainer Milenko Tomic schlicht zu gut.

Hohler im Alleingang

Die Heimmannschaft schlug von der ersten Sekunde ein horrendes Tempo an, dem die Gäste nichts entgegenzusetzen hatten. Geschickt zogen die Aarauer unter den Korb und fanden den freistehenden Mann ausserhalb der Dreipunktelinie.

Von dort zeigten sich die AKA-Spieler in der ersten Hälfte äusserst treffsicher. Allen voran der slowenische Spielmacher Dejan Hohler präsentierte sich in bester Spiellaune.

Mit unglaublicher Präzision lancierte «Dr. Basketball» seine Mitspieler und warf in den ersten zwanzig Minuten nicht weniger als 32 Zähler. «So viele Punkte in einer Halbzeit gelangen mir zuletzt bei den Junioren. Das ist schon ein spezielles Gefühl», meinte Hohler nach der Partie mit einem Schmunzeln.

Allein seine Treffer hätten gereicht, damit die Alte Kanti mit einem Vorsprung in die Halbzeitpause hätte gehen können. Doch auch Hohlers Teamkollegen liessen sich nicht lumpen und versenkten ihre Würfe sicher. So führte der grosse Favorit bei Spielhälfte mit 56:30.

Immer eine passende Antwort

Je länger die Partie dauerte, umso mehr machte sich die akribische Vorbereitung der Aarauer bemerkbar. Auf jeden Versuch von Pully, die flinken und technisch überlegenen Gastgeber zu stoppen, hatten diese die passende Antwort bereit. «Die Spieler haben meine Vorgaben auf dem Feld sehr gut umgesetzt. Die konzentrierte Arbeit während der letzten Woche hat sich bezahlt gemacht», freute sich Tomic. So ist auch zu erklären, dass Pullys erfolgreichster Punktelieferant Albert Myles, der im Hinspiel mit 40 Punkten gross aufgetrumpft hatte, nicht wie gewohnt auf Touren kam. Ivan Castro brachte den besten Pully-Spieler mit einer defensiv einwandfreien Leistung zur Verzweiflung.

Mit dem beruhigenden Vorsprung im Rücken konnte Tomic in der zweiten Hälfte alle Spieler einsetzen, ohne Gefahr zu laufen, die Partie deswegen aus den Händen zu geben. Auch ohne die Topspieler Hohler, Radic und Lehmann wurde die Punktedifferenz immer grösser und die Aarauer feierten einen hochverdienten 103:67-Heimsieg. «Wir waren heute cleverer als Pully. Es hat viel Spass gemacht, vor diesen grossartigen Fans zu spielen», sagte Hohler.