Kanu

«Alte» Dame hängt Junge im Kanufahren ab

In Brugg ging der Wintercup mit dem Sieg der Favoritin zu Ende. Die 42-jährige Sabine Eichenberger behielt einen kühlen Kopf und gewann souverän.

Der traditionelle Wintercup wird von den Kanuten jeweils als Standortbestimmung für die kommende Saison benutzt. Der Cup umfasst vier Rennen: eines in Zürich, eines in Solothurn und zwei in Brugg. Die beiden Rennen in Brugg, in den Kategorien Sprint und Klassisch, bildeten den Abschluss des diesjährigen Wintercups, an dem rund 100 Fahrerinnen und Fahrer gestartet waren. Das Rennen im klassischen Stil am Sonntagnachmittag war somit auch das entscheidende im Kampf um den Gesamtsieg.

Sabine Eichenberger gewinnt

Schon vor dem Start hatten sich einige Aargauer berechtigte Hoffnungen auf einen Podestplatz machen können. Bei den Schülern war das Jan Zehnder aus Windisch, der am ersten Rennen in Zürich Dritter geworden war. Bei den Männern gehörte Michel Eichenberger aus Brugg zu den besten drei Fahrern. Bei den Frauen war Sabine Eichenberger, ebenfalls aus Brugg, klare Favoritin auf den Gesamtsieg.

Die amtierende Schweizer Meisterin, Ex-Weltmeisterin und Silbermedaillengewinnerin an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta hatte bereits die Rennen in Zürich und Solothurn für sich entschieden. Nun ging es darum, im letzten Rennen einen kühlen Kopf zu bewahren. Und diesbezüglich hatte die 42-Jährige, die so viele Titel gewonnen hat, natürlich einen Vorteil. Mit über einer halben Minute Vorsprung gewann sie auch das letzte Rennen und wurde damit souverän Gesamtsiegerin.

Kopfüber ins Wasser gekippt

Dieses Jahr sei die Strecke wegen des niedrigen Wasserstandes weniger anspruchsvoll gewesen als auch schon, meinte Eichenberger. Allerdings sei Brugg das schwierigste Rennen. Besonders eine Stelle sei dieses Jahr tückisch gewesen: «Bei der Brunnenmühle gab es Stromschnellen, die sehr unangenehm zum Fahren waren.»

Ebenfalls die Erwartungen erfüllen konnten Michel Eichenberger und Jan Zehnder. Eichenberger blieb in der Gesamtwertung auf Platz 3 – hinter Silvan Wyss und Martin Scheuber, der alle Rennen des Wintercups gewonnen hatte. Im vierten Rang folgte Robert Steiner, wie Eichenberger aus Brugg. Mit Jan Zehnder schaffte es ein weiterer Aargauer auf die vorderen Plätze. Zehnder wurde Zweiter hinter Navan Bourguignon.

Nicht allen Aargauern lief es nach Wunsch. Die grössten Pechvögel waren Sandro Schmid und Peter Eichenberger aus Lauffohr, die im Kanadier-Zweier gestartet waren. Die beiden kippten kopfüber ins Wasser und kamen dadurch mit grosser Verspätung ins Ziel. Sie hatten in der Gesamtabrechnung keine Chance auf einen Podestplatz.

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