Carlinhos spielt in der kommenden Saison in der Super League für den FC Thun. Wie bereits in der vergangenen Saison beim FC Aarau steht der Brasilianer auch bei den Berner Oberländern erneut als Leihspieler unter Vertrag.

Der 21-jährige offensive Mittelfeldspieler – vor seiner Zeit beim FCA war er in erster Linie als Verteidiger zum Einsatz gekommen – setzte in Thun seine Unterschrift unter einen Leihvertrag mit einer Laufzeit von einem Jahr. Der FC Thun verfügt zudem über eine Kaufoption. Neben mehreren brasilianischen Klubs spielte Carlinhos während einer bisherigen Karriere drei Partien im Dress von Bayer Leverkusen (allesamt in der Europa League) und 13 Partien für Jahn Regensburg in der 2. Bundesliga.

«Es ist ein grosser Schritt für mich», kommentiert Carlinhos seinen Wechsel ins Berner Oberland. «Ich werde mein Bestes geben und will meinen Teil zum Erfolg des FC Thun beisteuern.»

Die Spekulationen haben ein Ende 

In den vergangenen Wochen war immer wieder über die Zukunft von Carlinhos spekuliert worden. Neben Thun wurden immer wieder auch Super-League-Aufsteiger Lausanne und Neuchâtel Xamax als potenzielle Interessenten genannt.

Im Fall von Thun waren die ersten Verhandlungen, weil der brasilianische Klub Atlético Monte Azul, wo Carlinhos noch einen bis Ende 2019 laufenden Vertrag hat, den Spieler verkaufen und nicht erneut ausleihen wollte. Eine fixe Übernahme wäre den Berner Oberländern aber zu teuer gewesen, nun hat man sich ganz offensichtlich doch auf eine erneute Ausleihe einigen können.

Herber Verlust für den FC Aarau

Für den FC Aarau ist der definitive Abgang von Carlinhos ein herber Verlust. Hatte man im Brügglifeld doch darauf gehofft, dass sich kein Abnehmer finden würde, der bereit wäre, die wohlen im tiefen siebenstelligen anzusiedelnde Ablösesumme zu bezahlen. Dann wären die Chancen gross gewesen, dass Carlinhos aufgrund seiner guten Entwicklung in den vergangenen Monaten beim FCA hätte bleiben dürfen.

Carlinhos war in der abgelaufenen Saison zusammen mit Patrick Rossini bester Torschütze des FC Aarau. Nachdem er zu Saisonbeginn noch etwas unter Trainingsrückstand gelitten hatte, war er je länger je besser in Form gekommen. Nun müssen die FCA-Verantwortlichen um Sportchef Raimondo Ponte, Vizepräsident Roger Geissberger und Trainer Marco Schällibaum einen Ersatz auf der Zehnerposition finden.