Platz für 1000 Gästefans bietet das Stadion Brügglifeld. Doch dass am Sonntag tatsächlich so viele Xamax-Anhänger nach Aarau reisen werden, ist nach der 0:4-Niederlage im Hinspiel kaum vorstellbar. FCA-Geschäftsführer Robert Kamer rechnet mit Lücken im Gästesektor. Was bedeutet: Das Brügglifeld wird die maximale Auslastung von 8000 Zuschauern nicht erreichen. Die Kulisse beim Barrage-Rückspiel wird dennoch für Gänsehaut-Atmosphäre sorgen.

Der Blick in die Vergangenheit zeigt: Im Brügglifeld hätten viel mehr als die erlaubten 8000 Personen Platz. Seit dem Aufstieg des FC Aarau in die Nationalliga A im Jahr 1981 pilgerten insgesamt 18 Mal mehr als 10 000 Zuschauerinnen und Zuschauer ins Aarauer Heimstadion.

Zwei Mal wurde die Marke von 13 300 Fans erreicht: Am 22. September 1981 gegen Servette und am 1. November 1987 ebenfalls gegen die Genfer. Obwohl sich das Brügglifeld seither praktisch nicht verändert hat, ist die Zuschauerkapazität bei 8000 gedeckelt – Grund sind die Sicherheitsvorschriften der Swiss Football League und der Sicherheitsbehörden.

Der Zuschauerrekord in der aktuellen Saison wurde beim Spiel am vergangenen Sonntag gegen Rapperswil-Jona (1:0) aufgestellt, als 6958 Menschen im Brügglifeld waren. Diese Marke wird am Sonntag gegen Xamax übertroffen werden.

Das Luxusproblem

Bleibt ein Blick auf die Aufstellung des FC Aarau im letzten Saisonspiel: Trainer Patrick Rahmen hat nach dem 4:0 in Neuenburg ein Luxusproblem. Norman Peyretti und Gezim Pepsi, die die gesperrten Stammspieler ersetzten, überzeugten und brennen auf einen erneuten Platz in der Startelf.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass Rahmen das Duo wieder auf die Bank setzen wird. Und stattdessen die Routiniers Olivier Jäckle (für Pepsi) und Marco Schneuwly (für Peyretti) laufen lässt. Zudem ist damit zu rechnen, dass Stefan Maierhofer durch Goran Karanovic ersetzt wird.

Streifzug durchs Brügglifeld in Bildern: