Eine Mannschaft als Aargauer Sportler des Jahres 2016? Das gab’s noch nie. Nun ist der Schuss draussen.  Die Premiere ist perfekt: Der Sieger heisst Judo Team Brugg!

Die seit zwei Jahrzehnten so erfolgreiche Mannschaft schreibt also Geschichte und war gestern Abend in der GoEasy Sport & Freizeit Arena Siggenthal völlig zu Recht der grosse Star des Abends. Und so wurden die Brugger Judokas von den rund 450 geladenen Gästen aus Sport, Politik, Wirtschaft und Medien gebührend gefeiert.

Anerkennung für Randsportart

Logisch, dass Martin Nietlispach das Glück ins Gesicht geschrieben stand. «Für mich war im Vorfeld der Wahl eines klar», sagte der Coach vom Judo Team Brugg. «Gewinnen wir die Wahl zum Aargauer Sportler in diesem Jahr nicht, dann gewinnen wir die Wahl nie. Wir dürfen richtig stolz sein auf diese Auszeichnung. Es ist eine Anerkennung für die grossartigen Leistungen in den vergangenen Jahren. Mich freut es aber nicht nur für die Mannschaft», fügt Nietlispach hinzu, «es ist auch eine grosse Anerkennung für eine Randsportart, die von vielen unterschätzt wird.»

Dass sich das Judo-Team Brugg gegen die starke Konkurrenz mit Karate-Kämpferin Elena Quirici, Mountainbikerin Kathrin Stirnemann, Kunstturner Christian Baumann, OL-Läufer Matthias Kyburz und Bob-Pilot Rico Peter durchgesetzt hat, kann man nicht hoch genug einschätzen.

Die Sport-Gala in Bildern:

Es ist eine verdiente Wahl. Schliesslich gewannen die Judokas 2016 zum zehnten Mal in Folge den Titel eines Schweizer Mannschafts-Meisters. Das ist eine historische Marke! Das Judo Team Brugg mit dem Aushängeschild Ciril Grossklaus setzt zweifellos Massstäbe und dominiert die Judo Nationalliga A seit 2007 nach Belieben.

«Buhmänner der Nation»

In einer weiteren Wahl wurde Luigi Ponte zum Trainer/Funktionär des Jahres 2016 gewählt. Der langjährige Präsident des Schweizerischen Schiedsrichter-Verbandes und Vizepräsident des Aargauischen Fussballverbandes hat die von den Aargauer Sport-Journalisten vorgenommene Wahl für besondere Verdienste im Aargauer Sport gewonnen.

Der 64-jährige Ponte setzte sich gegen Andy Wyder (Fussball), Koni Keller (Faustball), Richard Gugerli (Turnen) und Ursula Hüppi (Badminton) durch. Ponte rang jahrzehntelang um Ansehen, Verständnis und Respekt für die Schiedsrichter und die Assistenten.

«Wir sind viel mehr als die Buhmänner der Nation und weitaus besser als unser Ruf», sagt der frühere Spitzenschiedsrichter und Fifa-Linienrichter. Mit dem Rücktritt als Präsident des Schweizerischen Schiedsrichter-Verbandes Ende dieses Jahres hinterlässt Ponte eine grosse Lücke.

 Vorbilder schaffen

Die Sport-Gala in Siggenthal war ein voller Erfolg. Mit den Auszeichnungen für die Sportlerinnen und Sportler werden Vorbilder für den Nachwuchsleistungssport und den Breitensport geschaffen. Und neben den Höhepunkten mit den Wahlen und Ehrungen kamen die Gäste in den Genuss eines faszinierenden und humorvollen Unterhaltungs-Programms.  ​