Handball
Alles bereit für den Aufstiegs-Showdown zwischen Endingen und Suhr Aarau

Endingen empfängt am Samstag im wegweisenden NLB-Spitzenspiel in Wettingen den Kantonsrivalen HSC Suhr Aarau. Einen zukünftigen A-Ligisten hat der Aargau auf sicher. Zwei Jahre nach dem Doppelabstieg ist auch der Doppelaufstieg möglich.

Andreas Fretz
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Patrick Romann (rechts, Suhr Aarau) gegen Lukas Schubnell (links, Endingen).

Patrick Romann (rechts, Suhr Aarau) gegen Lukas Schubnell (links, Endingen).

Foto Wagner

Aufstiegs-Showdown, Vorentscheidung, Derby für die Geschichtsbücher, beste Offensive gegen die beste Defensive, Leader gegen den punktgleichen Verfolger. Auf dieses Spiel hat der Handball-Kanton hingefiebert. Wenn am Samstag um 18.30 Uhr der TV Endingen auf den HSC Suhr Aarau trifft, wird das Wettinger Tägerhard bis auf den letzten Platz ausverkauft sein. 1500 Zuschauer fasst die Halle.

Doppelabstieg, Doppelaufstieg?

Die Affiche zwischen den beiden Kantonsrivalen könnte reizvoller nicht sein. Eine Saison lang dominierten die beiden Teams die Liga, marschierten im Gleichschritt an der Tabellenspitze. Nun, drei Runden vor Schluss, kommt es zum Höhepunkt. Zum vermeintlich entscheidenden Spiel um den direkten Aufstieg in die Nationalliga A.

Der Sieger der Partie ist so gut wie aufgestiegen, dem Verlierer droht der Umweg über die Barrage gegen den A-Ligisten Lakers Stäfa. Einen zukünftigen A-Ligisten hat der Aargau auf sicher. Zwei Jahre nach dem Doppelabstieg ist auch der Doppelaufstieg möglich.

Auf Augenhöhe

«Vor zehn Monaten hätte ich nicht geglaubt, dass wir dieses Spiel um Sein oder Nichtsein erleben werden», sagt Endingen-Trainer Zoltan Cordas. Geschickt hat er seinem Team das Etikett des Underdogs auf den Leib geschneidert. Nun steht der Underdog punktgleich mit dem Favoriten auf Augenhöhe. Alleine das Torverhältnis ist der grosse Vorteil des HSC Suhr Aarau.

Die Routine, die Erfahrung und die spielerische Qualität sprechen für den Verein mit der besten Nachwuchsabteilung des Landes. Mit diesem Druck muss der HSC Suhr Aarau heute allerdings umgehen können. «Der Vorteil des Torverhältnisses wird uns nicht dazu verleiten, auf Unentschieden zu spielen. Wir wollen den Sieg», sagt Suhr-Aarau-Trainer Patrik Fend.

Verzicht auf Überläufer Willimann

Für beide Trainer war es ein Leichtes, ihr Team für dieses Spiel zu motivieren. Auf Experimente in der Vorbereitung wurde verzichtet. Verzichten wird der HSC Suhr Aarau auch auf den Einsatz von Torhüter André Willimann, der nächste Saison für den TV Endingen spielen wird.

Seit der Saison 2001/02 duellierten sich die beiden Teams 28-mal in der NLA und NLB. 21-mal ging der HSC Suhr Aarau als Sieger vom Platz, viermal endete das Derby unentschieden und dreimal gewann der TV Endingen. Das erste Aufeinandertreffen in der laufenden Saison ging 30:30 aus.

Welche Rolle spielt der RTV?

Unabhängig vom Spielausgang beschwören beide Trainer, dass die Entscheidung um den direkten Aufstieg weiter offenbleibe. Noch bleiben zwei Runden zu spielen. Sowohl Endingen als auch der HSC Suhr Aarau treffen auf den RTV Basel.

Die drittplatzierten Basler sind nicht mehr im Aufstiegsrennen, aber mit acht Siegen in Folge in ausgezeichneter Spätform. Klar ist aber auch, dass der Sieger im Aargauer Derby einen riesigen Schritt in Richtung NLA macht.

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