Handball NLB

Alle Aargauer bleiben drin – einer will aber gar nicht

Die Zofinger Handballer freuen sich nach der letzten Partie in Winterthur über den Ligaerhalt.

Die Zofinger Handballer freuen sich nach der letzten Partie in Winterthur über den Ligaerhalt.

In den letzten beiden Runden der NLB-Meisterschaft überschlugen sich die Ereignisse. Die gute Nachricht zuerst: Alle Teams aus dem Aargau bleiben in der Nationalliga B – zumindest vorerst.

Der TV Endingen will gar nicht. Die Surbtaler setzten sich in der Zentralschweiz gegen den KTV Altdorf zwar sicher mit 28:23 durch. Doch weil der RTV Basel sein letztes Spiel ebenfalls deutlich gewann, steigen die Bebbis direkt auf und der TV Endingen muss in die Barrage gegen die Lakers aus Stäfa – genau wie letztes Jahr. Wenn es gleich wie im Eishockey läuft, dann stehen die Chancen auf den Aufstieg für die Aargauer nicht so schlecht...

Die HSG Siggenthal / Vom Stein Baden erreichte zum Abschluss ein 30:30-Unentschieden gegen Chênois. Die Siggenthaler belegen damit den vierten Schlussrang, gleich hinter dem Spitzentrio der ehemaligen NLA-Teams. Und Chênois muss zusammen mit Kreuzlingen den Gang in die 1. Liga antreten.

Die Siggenthaler liegen nur einen Punkt vor dem STV Baden, der sich im letzten Meisterschaftsspiel ebenfalls die Punkte teilen musste: Die Stadtturner von Neo-Trainer Björn Navarin, der seine erste Saison von der Bank aus absolvierte, spielten in einem wahren Torreigen 33:33 gegen Horgen.

Der TV Zofingen ist gleich das dritte Team aus dem Aargau, welche ein sonst im Handball eher seltenes Unentschieden erreichte: Das Team von Trainer Fabio Madia errang auswärts in Winterthur gegen Yellow mit 28:28 einen Zähler. Damit sind die Thutstädter genauso gerettet wie der TV Möhlin. Die Fricktaler schrammten knapp am vierten Unentschieden der Runde entlang, setzten sich aber in Steffisburg mit 27:26 durch. Damit kann Endingens scheidender Trainer Zoltan Cordas die Surbaler noch in die NLA führen und nächste Saison in Möhlin wieder ein Team der NLB übernehmen.

Wie eng alles zusammen war zeigt, dass zwischen dem siebplatzierten Team (Kadetten Espoirs) und dem 12. Rang (Zofingen) – dem letzten Platz der zum Verbleib in der NLB berechtigt – nach 26 Runden nur gerade zwei Zähler Differenz lagen. Gleich vier Teams beendeten die Saison mit 22 Punkten. Ein noch nie da gewesenes Novum.

Das erfreuliche aus Aargauer NLB-Sicht ist natürlich, dass alle Mannschaften den Verbleib im Unterhaus bewerkstelligen konnten und der TV Endingen nach wie vor die Möglichkeit zum Aufstieg hat. Wenn man es ganzheitlich betrachtet, ist es sehr schade, dass der HSC Suhr Aarau nach nur einem Jahr wieder absteigen muss. Nächste Saison werden also wieder fünf oder gar sechs Teams aus dem Rüebliland in der NLB antreten.

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