Mountainbike
Aline Seitz bewundert das Lachen von Lara Gut

Die 16-jährige Mountainbikerin Aline Seitz aus Buchs ordnet ihrem Traum von einer Profikarriere alles unter. Sie trainiert 13 bis 17 Stunden pro Woche. Aber sie fährt nicht nur Mountainbike. Zurzeit trainiert sie auch häufig auf dem Rennvelo.

Claudine Müggler
Merken
Drucken
Teilen
Aline Seitz ist oft ganz vorn.zvg

Aline Seitz ist oft ganz vorn.zvg

Neben Schule und Sport bleibt Aline Seitz kaum Zeit für anderes. Dies, obwohl sie seit einem Jahr die Sportkanti in Aarau besucht. «Manchmal spiele ich Geige», sagt die 16-Jährige, «und shoppen mit meinen Kolleginnen gehe ich vielleicht zwei Mal pro Jahr.»

Die ehrgeizige Schülerin bringt für den Sport diese Opfer jedoch gerne. «Das Mountainbiken gibt mir sehr viel zurück. Wenn ich bei einem Rennen als Erste über die Ziellinie fahre, weiss ich, dass sich die ganzen Anstrengungen gelohnt haben.

Und es ist ein super Gefühl zu wissen, dass man die Beste ist.» Erfolge hat Seitz schon ein paar Mal feiern können. Sie ist Vize-Schweizermeisterin in ihrer Kategorie und wurde EM-Zehnte. Das aktuelle BMC-Racing-Cup-Ranking führt sie an.

Ebenso wie das Ranking des Argovia-Cups. Auch das Rennen praktisch direkt neben ihrer Haustür in Gränichen, ein Rennen im Rahmen des BMC-Racing-Cups, konnte sie für sich entscheiden. Somit bleibt sie weiterhin Gesamtführende und hält die Konkurrentinnen auf Distanz.

Auch auf dem Rennvelo

Sie fährt nicht nur Mountainbike. Zurzeit trainiert sie auch häufig auf dem Rennvelo. «Mein grosses Ziel dieses Jahr ist das Europäische Jugendolympia Festival (EYOF)», erklärt sie.

«Dort kann man nur im Strassenrennen starten, Mountainbike ist keine Disziplin. Daher steige ich momentan öfters aufs Rennvelo. Das macht mir ebenfalls sehr viel Spass.» Um am EYOF teilnehmen zu können, muss sie sich aber erst noch qualifizieren.

Beide Sportarten, das Mountainbiken wie auch das Rennvelo fahren, finden in der Natur statt. Das war auch einer der Hauptgründe, warum sich Seitz vor acht Jahren fürs Velo entschieden hat. «Für mich wäre es schwer vorstellbar, wenn man nach einem ganzen Tag in der Schule auch noch in eine Turnhalle gehen muss, um zu trainieren.»

Im Winter sei es manchmal zwar schon hart, im Schnee und bei Minustemperaturen nach draussen gehen zu müssen. Aber das gehöre nun mal dazu.

Hat sie Vorbilder? «Ja. Rein sportlich gesehen natürlich Nino Schurter. Aber auch Esther Süss gefällt mir.» Von der Persönlichkeit sagt ihr vor allem Lara Gut zu. «Sie hat immer ein Lachen auf dem Gesicht und schaut nach einer Niederlage nach vorne.»

Genauso positiv versucht auch Seitz immer nach vorne zu blicken und lässt sich auch von gelegentlichen Rückschlägen nicht von ihrem Weg abbringen.