«Die Saison 2018/19 wird meine letzte als Präsident des FC Aarau.» Im Rahmen der Stadion-Medienkonferenz bekräftigt Alfred Schmid noch einmal, was er kürzlich im Interview mit der «Schweiz am Wochenende» angekündigt hat: Er und mit ihm wohl auch seine fünf Verwaltungsrats-Kollegen treten im Sommer 2019 ab.

Bis dahin gibt es für Schmid noch zwei Aufgaben zu erledigen. Das letzte der insgesamt zwölf Amtsjahre dürfte zum wichtigsten werden: Schmid und der FC Aarau müssen die Massen mobilisieren, um die Volksabstimmung Ende 2018/Anfang 2019 zu gewinnen. Denn: ohne «Ja» zur BNO-Revision im Torfeld Süd kein Stadion.

Der Ausgang der Abstimmung wiederum hat Auswirkungen auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolger Schmids: Die Perspektive, dereinst den FC Aarau ins neue Stadion zu führen, wäre ein bestechendes Argument für die Übernahme des Präsidentenamts.

Der FC Aarau wird das Stadion-Projekt in den nächsten Monaten massiv beeinflussen. Einfach gesagt: Spielt er erfolgreichen und attraktiven Fussball, steigen die Sympathien und somit die Chancen auf den Sieg beim alles entscheidenden Urnengang. Schmid sagt: «Dass es für das Überleben des Spitzenfussballs im Kanton Aargau eine moderne Infrastruktur braucht, dürfte allen klar sein. In den nächsten Monaten müssen wir den Aarauerinnen und Aarauern zeigen, dass der FC Aarau das Stadion auch verdient.»

Schiesst Geld Tore?

Angesichts der derzeit trostlosen Darbietungen auf dem Rasen muss viel geschehen, damit es im Herbst besser läuft. Schmid gibt gar vor: «In der nächsten Saison müssen wir in der Challenge League vorne mitspielen.» Wie soll das gelingen? «Wegen der Ungewissheit in der Stadion-Frage haben wir zuletzt darauf verzichtet, viel Geld für Verstärkungen in die Hand zu nehmen. Jetzt wissen wir: Der kommende Herbst ist entscheidend. Wir werden nun die Reserven anzapfen und unter anderem dank der Unterstützung durch die HRS weitere Gelder sprechen, um die Mannschaft zu verbessern. Wir wollen Hochkaräter holen, die uns sofort helfen können.»

Um sportlich eine Euphorie zu entfachen, kommt es wie erwartet zum Wechsel auf der Trainerposition: Marinko Jurendic wurde am Mittwochabend entlassen. Schmid sagt: «Wir sind enttäuscht von den Resultaten und der spielerischen Entwicklung.»

Vor seinem letzten Gefecht bläst Alfred Schmid zur Attacke. In der Hoffnung: «Geld schiesst Tore.» Geht die Rechnung auf? Im Herbst wissen wir mehr.