FC Aarau
«Albtraum»: FCA-Captain Sandro Burki kritisiert den Stadion-Einsprecher

Vor dem Auswärtsspiel gegen den FC Zürich (Mittwoch, 19.45 Uhr) gibt beim FC Aarau die Verzögerung des Stadionbaus zu reden. Aus den politischen Diskussionen hält sich Trainer Sven Christ raus. Er freut sich auf das Spiel beim FCZ im Letzigrund.

Ruedi Kuhn
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Sandro Burki über den Beschwerdeführer: «Es ist frustrierend, dass ein einzelner Einsprecher den Willen der Bevölkerung der Stadt Aarau nicht akzeptiert.»

Sandro Burki über den Beschwerdeführer: «Es ist frustrierend, dass ein einzelner Einsprecher den Willen der Bevölkerung der Stadt Aarau nicht akzeptiert.»

foto-net / Alexander Wagner

Sven Christ ist nicht der Typ, der aufgibt. «Man muss im Leben bereit sein, gegen alle Widerstände zu kämpfen», sagt der Trainer des FC Aarau. Widerstände gibt es gegen die Baubewilligung für das Stadion im Torfeld Süd.

Dass es einem Einsprecher gelingt, das Projekt zu blockieren, ja sogar zu gefährden, nervt gewaltig. «Natürlich habe ich eine persönliche Meinung zu diesem Thema», erklärt Christ. «Meine Aufgabe ist aber der sportliche Bereich. Ich werde mich also nicht in die politischen Diskussionen einmischen.»

Sandro Burki geht einen Schritt weiter als Christ. «Es ist frustrierend, dass ein einzelner Einsprecher den Willen der Bevölkerung der Stadt Aarau nicht akzeptiert», sagt der FCA-Captain. «Dieser Einsprecher ist ein Albtraum. Es geht ihm nur darum, etwas zu verhindern und dem FC Aarau zu schaden.» Burki ist frustriert. «Das Ganze ist ein trauriges Kapitel», fügt der 29-Jährige hinzu.

«Ich bin überzeugt, dass die Klubverantwortlichen alles unternehmen, um die Sache zu einem guten Ende zu bringen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mir nicht mehr ganz sicher bin. Langsam kommen bei mir schon leise Zweifel auf.»

Joël Mall: «Das verstehe ich nicht»

Kein Verständnis für den Einsprecher hat auch Joel Mall. «Dass dieser Mann nicht mit sich reden lässt, verstehe ich nicht», hält der Torhüter fest. «Ich frage mich, welche Beweggründe er hat. Dass sich die Klubverantwortlichen zur Wehr setzen, Druck auf diese Person ausüben und ihr mit einer Klage drohen, ist ein starkes Zeichen.»

Und was können die Spieler gegen den Einsprecher tun? «Wir können nur hoffen, dass der Einsprecher so schnell wie möglich zur Vernunft kommt», fügt Mall hinzu. «Ansonsten können wir die Antwort auf dem Rasen geben. Das ist uns zu Beginn der Saison auch mehrheitlich gelungen.»

FCA-Captain Sandro Burki (l.) und seine Teamkollegen hatten zuletzt gegen Thun und Chiasso gut jubeln.

FCA-Captain Sandro Burki (l.) und seine Teamkollegen hatten zuletzt gegen Thun und Chiasso gut jubeln.

EQ Images

Vorfreude auf Gastspiel beim FCZ

Sportlich läuft es tatsächlich rund. Die späten Siegestreffer beim 2:1 im Heimspiel gegen Thun in der Meisterschaft und beim 1:0 gegen den Challenge-Ligisten Chiasso im Cup geben vor der Partie gegen den FC Zürich Selbstvertrauen. «Ich freue mich auf das Spiel», sagt Christ. «Wir haben wie immer einen Plan und hoffen, dass dieser Plan aufgehen wird.» Verletzungsbedingt fehlen auf Seiten des FC Aarau weiterhin Alain Schultz, Dante Senger und Edgar Gauracs.