Handball NLA

Ärgerlich, aber verkraftbar – der HSC Suhr Aarau unterliegt dem BSV Bern mit 19:32

Wird sich der HSC gegen die Berner durchsetzen und den Sieg nach Hause holen können?

Der HSC Suhr Aarau kassiert auswärts beim BSV Bern Muri eine deutliche 19:32-Niederlage. Der Finalrundeneinzug sollte deshalb aber nicht gefährdet sein.

Tim Aufdenblatten wird nicht gefallen haben, was er am späten Sonntagnachmittag via Livestream zu sehen bekam: Während der Co-Captain aufgrund einer schweren Augenverletzung ans Bett gefesselt ist, verliert sein HSC Suhr Aarau auswärts beim BSV Bern Muri diskussionslos mit 19:32.

Das Team von Trainer Misha Kaufmann tat sich von Beginn weg schwer und lag nach gut 15 Minuten bereits mit sieben Toren zurück. Während die Offensive der Gäste Schwächen offenbarte – Milan Skvaril erzielte als erfolgreichster HSC-Werfer gerade einmal vier Treffer –, präsentierte sich auch die Defensive ungewohnt löchrig: 19 Gegentreffer kassierte der HSC alleine in der ersten Halbzeit (12:19) – das gab es in dieser Saison noch nie. Den zweitschlechtesten Wert in dieser Hinsicht verzeichnete der HSC Ende September mit 15 Gegentreffern bis zur Pausensirene. Der Gegner damals: ebenfalls der BSV Bern Muri.

Eine kleine Lehrstunde für den HSC

Trainer Kaufmann zeigte sich nach der Schlusssirene angefressen: «Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen. Die Einstellung der Spieler hat mir heute überhaupt nicht gefallen.» So gelang es Topskorer Skvaril und seinen Teamkollegen auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr, etwas Druck auf den Gegner aufzubauen. Stattdessen zogen die Berner bis zum Spielende sogar noch weiter davon.

Weil Dragan Marjanac, die eigentliche Nummer 1 im Tor des HSC, mit einer Abwehrquote von gerade einmal elf Prozent nicht zu überzeugen vermochte, kam sein Stellverterter Dario Ferrante zu viel Einsatzzeit. Der 25-Jährige war selbstredend ebenfalls sehr unzufrieden: «Die Niederlage kommt sicher zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Aber vor allem auch die Art und Weise ist sehr bitter», sagte der Co-Captain.

Dass dessen Partner im Captain-Amt, der verletzte Aufdenblatten, dem HSC gestern merklich gefehlt hat, will Kaufmann nicht als Ausrede gelten lassen: «Darüber müssen wir nicht sprechen. Verletzte gehören dazu, der BSV konnte seine Verletzten schlicht und einfach besser kompensieren. So haben wir heute eine kleine Lehrstunde erhalten.»

Einzug in die Finalrunde kaum mehr zu nehmen

Aller Deutlichkeit zum Trotz, ist die Klatsche beim BSV für den HSC zwar ärgerlich, aber verkraftbar. Holt das Team von Trainer Kaufmann übermorgen Mittwoch (Anpfiff: 20.00 Uhr) im Heimspiel gegen den RTV Basel den standesgemässen Sieg, ist ihm der Einzug in die Finalrunde aufgrund des guten Torverhältnisses kaum mehr zu nehmen. Den Abschluss der Hauptrunde bildet dann am kommenden Sonntag (Anpfiff: 18.00 Uhr) das Heimspiel gegen St. Otmar St. Gallen.

Ferrante und Co. haben den Ernst der Lage jedenfalls erkannt: «Wir brauchen unbedingt noch zwei Punkte. Durch die Niederlage in Bern haben wir uns in eine Drucksituation gebracht, die wir eigentlich verhindern wollten», sagte der Torhüter. Trotzdem: Sowohl Ferrante als auch Kaufmann zeigen sich optimistisch, die nötigen Punkte noch zu holen. Das dürfte auch den verletzten Aufdenblatten im Krankenbett etwas beruhigen.

Schauen Sie hier die Partie im Stream nach:  

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