Challenge League
Abwärtstrend gestoppt: Matchwinner Markus Neumayr führt den FC Aarau zum Sieg gegen Stade Lausanne

Kein schön anzusehender, aber umso wichtigerer Sieg für den FC Aarau am Genfersee: Nach dem 2:0 gegen Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy führt die Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen mit 17 Punkten das Mittelfeld der Tabelle an - fünf Zähler hinter dem viertplatzierten Winterthur.

Sebastian Wendel
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Gleich mit 2:0 darf der FC Aarau in Nyon vom Platz gehen. Markus Neumayr sorgte dabei fast im Alleingang für den Sieg gegen Lausanne-Ouchy.
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Mit den wenigen mitgereisten Fans wird der lang ersehnte Sieg und die daraus resultierenden drei Punkte gebührend gefeiert.
Der Routinier weiss noch immer wie es geht: Andy Laugeois (r.) hindert FCA-Youngster Donat Druhani am Ballkontakt.
Lausannes Juan Manuel Parapar (l.) drängt sich immer wieder gerne ins Bild. Hier wird er von Damir Mehidic bedrängt.
Er überzeugt nicht nur vom Elfmeterpunkt aus: In der 79. Spielminute sorgt Markus Neumayr für das Eigentor von Lavdrim Hajrulahu, das zum 2:0 für den FCA führt.
Patrick Rossini, der Torschütze Markus Neumayr und Donat Druhani (v.l.) freuen sich sichtlich über den wichtigen Treffer.
Kevin Spadanuda hat den Ball ganz genau im Blick, während Lausanner Dylan Tavares (l.) noch nicht so recht weiss, wo er überhaupt hinlaufen möchte.
Ein Laufduell mit klar ersichtlichem Sieger: Axel Danner wird locker von Kevin Spadanuda (r.) abgehängt.
Erst in der 57. Minute kann Markus Neumayr die Durststrecke der Aarauer per Penalty beenden.
Dank seinem sauber gesetzten Schuss geht der FCA in der zweiten Spielhälfte mit 1:0 in Führung.
Er scheint kein Erbarmen zu kennen - Michael Perrier (l.) bringt FCA-Spieler Geoffrey Serey zu Fall.
Lausanne-Goalie Joao Barroca (M.) wurde oft gefordert - doch noch bleibt sein Kasten trotz beherztem Einsatz von Marco Schneuwly sauber.
Weder Juan Manuel Parapar (l.) noch Damir Mehidic dürfen in der ersten Halbzeit jubeln - zur Pause steht es 0:0 zwischen Lausanne-Ouchy und Aarau.
Ihm gehört die grösste Chance der ersten Halbzeit: Kevin Spadanuda (r.) setzt sich gegen Juan Manuel Parapar durch.
Immer wieder lässt Kevin Spadanuda seine Gegner schlecht aussehen. Hier muss Allan Eleouet (l.) dran glauben.
Nicht nur er hat einen schweren Stand: FCA-Spieler Marco Thaler (M.) wird mit Allan Eleouet (l.) und Juan Manuel Parapar (r.) gleich von zwei Westschweizern in die Mangel genommen.
Beide Mannschaften schenken sich von Beginn an nichts, Elsad Zverotic (l.) und Allan Eleouet liefern sich ein brisantes Duell in luftiger Höhe.
Trotz ihrem beherzten Einsatz steht es allerdings noch immer 0:0 in Nyon im Centre sportif de Colovray.
Auch Damir Mehidic (l.) versucht alles, um Lausannes Juan Manuel Parapar vom Ball zu trennen.
Die beiden Lausanner Quentin Gaillard und Karim Gazzetta machten Elsad Zverotic (v.l.) und dem FC Aarau im 1:1-Hinspiel das Leben schwer. Reicht es dem FCA dafür auswärts für drei Punkte?

Gleich mit 2:0 darf der FC Aarau in Nyon vom Platz gehen. Markus Neumayr sorgte dabei fast im Alleingang für den Sieg gegen Lausanne-Ouchy.

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Ein Tor vom Penaltypunkt und das Eigentor zum 2:0 mit einer Flanke provoziert - keine Frage, an welchen FCA-Spieler nach dem Auswärtssieg gegen Stade Lausanne-Ouchy der Titel "Man of the Match" geht: Markus Neumayr. Der 33-Jährige war nach dem 0:3 in Wil wie die anderen Routiniers Zielscheibe der Kritiker. Eine Woche später die bärenstarke Antwort des Spielmachers.

Und das nicht nur wegen seiner Skorerpunkte. Im neuen 4-4-2-System agierte Neumayr im Zentrum neben Aggressivleader Geoffroy Serey Dié und zeigte dort nicht nur seine unbestrittenen Offensivqualitäten, sondern war auch punkto Laufstärke und Kampfwille ein Vorbild.

Was für Neumayr gilt, gilt für die ganze Mannschaft: Auf dem schmierigen und ramponierten Terrain im Stade Colovray in Nyon waren Solidarität, Zweikampfstärke und mentale Stärke gefordert. Und Geduld: Nach dem kräfteraubenden Cupspiel drei Tage zuvor gegen den FC Basel (1:2) war zu erwarten, dass Stade Lausanne mit zunehmender Spieldauer müde wurde.

Das sagen Kevin Spadanuda und Cheftrainer Patrick Rahmen zum 2:0 gegen Lausanne-Ouchy:

So kam es dann auch: Nach einer zähen ersten Halbzeit ohne Höhepunkte übernahm der FCA nach dem Seitenwechsel das Zepter und kam rasch zu zwei Grosschancen durch Mehidic und Schneuwly. Der dritte Versuch führte schliesslich zum Erfolg: Einen von den Spadanuda herausgeholten Penalty verwertete Neumayr zum wegweisenden 1:0 (57. Minute).

Nun hatte sich der FCA in der Partie festgebissen und liess bis auf einen von Giger geblockten Schuss keine gegnerischen Torchancen mehr zu. Nach 79 Minuten dann die Entscheidung, als eine Neumayr-Flanke von einem Lausanner ins eigene Tor abgelenkt wurde. Kurz vor Schluss hätte der eingewechselte Alounga sogar noch auf 3:0 erhöhen müssen.

Der fünfte Saisonsieg stoppt den Abwärtstrend nach den zwei deutlichen Niederlagen gegen Lausanne-Sport (1:3) und Wil (0:3). Fast genauso wichtig wie die drei Punkte dürfte der Fakt sein, dass der FCA am Genfersee endlich wieder einmal zu Null spielte. Bislang gelang dies nur Ende August beim Heimsieg gegen Wil (1:0). Mit 28 Gegentoren hält der FCA jedoch immer noch die unrühmliche Bestmarke in der Challenge League.

Zweiter Matchwinner neben Neumayr ist Trainer Patrick Rahmen, dessen Eingriffe sich bezahlt machten: Er kübelte das 4-2-3-1-System und stellte um auf ein 4-4-2, was wegen der viel klareren Rollenverteilung die dringend nötige defensive Stabilität mit sich brachte. Ebenfalls als richtig entpuppten sich die Personalentscheide: Stefan Maierhofer wegen seines Facebook-Fehltritts (2 Spiele) und Giuseppe Leo (1 Spiel) wegen einer mentalen Blockade erhielten vom Trainer eine Denkpause. Für Leo rückte Captain Elsad Zverotic in die Innenverteidigung, wovon nicht nur die gesamte Mannschaft, sondern insbesondere Nebenmann Marco Thaler profitierte.

Telegramm

FC Stade Lausanne Ouchy – FC Aarau 0:2 (0:0)

Colovray. – 150 Zuschauer. – SR: Schärli. – Tore: 58. Neumayr 0:1 (Foulpenalty). 79. Eigentor Hajrulahu 0:2.

Ouchy: Barroca; Danner (65. Dalvand), Manière, Hajrulahu, Tavares; Laugeois; Parapar (58. Delley), Gaillard (58. Gazzetta), Perrier, Ndongo (46. Lahiouel); Eleouet.

Aarau: Ammeter; Giger, Zverotic, Thaler, Mehidic; Rrudhani (80. Misic), Serey Dié, Neumayr (89. Hammerich), Spadanuda; Schneuwly (72. Pepsi), Rossini (83. Alounga).

Bemerkungen: Ouchy ohne Matri, Mfuyi, Mutombo, Oussou (alle verletzt), Iseni und Samandjeu (beide nicht im Aufgebot). Aarau ohne Corradi, Jäckle, Peralta, Thiesson (alle verletzt), Hübel, Leo, Lujic und Maierhofer (alle nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 32. Serey Dié, 49. Gaillard (beide Foulspiel), 63. Danner, 65. Gazzetta (beide Reklamieren).