Challenge League

Abwärtstrend gestoppt: Matchwinner Markus Neumayr führt den FC Aarau zum Sieg gegen Stade Lausanne

Kein schön anzusehender, aber umso wichtigerer Sieg für den FC Aarau am Genfersee: Nach dem 2:0 gegen Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy führt die Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen mit 17 Punkten das Mittelfeld der Tabelle an - fünf Zähler hinter dem viertplatzierten Winterthur.

Ein Tor vom Penaltypunkt und das Eigentor zum 2:0 mit einer Flanke provoziert - keine Frage, an welchen FCA-Spieler nach dem Auswärtssieg gegen Stade Lausanne-Ouchy der Titel "Man of the Match" geht: Markus Neumayr. Der 33-Jährige war nach dem 0:3 in Wil wie die anderen Routiniers Zielscheibe der Kritiker. Eine Woche später die bärenstarke Antwort des Spielmachers.

Und das nicht nur wegen seiner Skorerpunkte. Im neuen 4-4-2-System agierte Neumayr im Zentrum neben Aggressivleader Geoffroy Serey Dié und zeigte dort nicht nur seine unbestrittenen Offensivqualitäten, sondern war auch punkto Laufstärke und Kampfwille ein Vorbild. 

Was für Neumayr gilt, gilt für die ganze Mannschaft: Auf dem schmierigen und ramponierten Terrain im Stade Colovray in Nyon waren Solidarität, Zweikampfstärke und mentale Stärke gefordert. Und Geduld: Nach dem kräfteraubenden Cupspiel drei Tage zuvor gegen den FC Basel (1:2) war zu erwarten, dass Stade Lausanne mit zunehmender Spieldauer müde wurde.

Das sagen Kevin Spadanuda und Cheftrainer Patrick Rahmen zum 2:0 gegen Lausanne-Ouchy:

So kam es dann auch: Nach einer zähen ersten Halbzeit ohne Höhepunkte übernahm der FCA nach dem Seitenwechsel das Zepter und kam rasch zu zwei Grosschancen durch Mehidic und Schneuwly. Der dritte Versuch führte schliesslich zum Erfolg: Einen von den Spadanuda herausgeholten Penalty verwertete Neumayr zum wegweisenden 1:0 (57. Minute).

Nun hatte sich der FCA in der Partie festgebissen und liess bis auf einen von Giger geblockten Schuss keine gegnerischen Torchancen mehr zu. Nach 79 Minuten dann die Entscheidung, als eine Neumayr-Flanke von einem Lausanner ins eigene Tor abgelenkt wurde. Kurz vor Schluss hätte der eingewechselte Alounga sogar noch auf 3:0 erhöhen müssen.

Der fünfte Saisonsieg stoppt den Abwärtstrend nach den zwei deutlichen Niederlagen gegen Lausanne-Sport (1:3) und Wil (0:3). Fast genauso wichtig wie die drei Punkte dürfte der Fakt sein, dass der FCA am Genfersee endlich wieder einmal zu Null spielte. Bislang gelang dies nur Ende August beim Heimsieg gegen Wil (1:0). Mit 28 Gegentoren hält der FCA jedoch immer noch die unrühmliche Bestmarke in der Challenge League.

Zweiter Matchwinner neben Neumayr ist Trainer Patrick Rahmen, dessen Eingriffe sich bezahlt machten: Er kübelte das 4-2-3-1-System und stellte um auf ein 4-4-2, was wegen der viel klareren Rollenverteilung die dringend nötige defensive Stabilität mit sich brachte. Ebenfalls als richtig entpuppten sich die Personalentscheide: Stefan Maierhofer wegen seines Facebook-Fehltritts (2 Spiele) und Giuseppe Leo (1 Spiel) wegen einer mentalen Blockade erhielten vom Trainer eine Denkpause. Für Leo rückte Captain Elsad Zverotic in die Innenverteidigung, wovon nicht nur die gesamte Mannschaft, sondern insbesondere Nebenmann Marco Thaler profitierte.

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