Eagles Aarau

Abstiegskampf trotz Saisonabbruch: Eagles Aarau fehlen 30 Junioren für den Ligaerhalt

Für die Eagles beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Für die Eagles beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Bis zum 15. Mai müssen die Eagles Aarau eine Junioren-Abteilung mit mindestens 30 Spielern vorweisen, um sich den Ligaerhalt in der 2. Liga inter zu sichern. Das Problem soll mit einer Partnerschaft gelöst werden, doch den Eagles läuft die Zeit davon.

Der Saisonabbruch im Amateurfussball hätte eigentlich für klare Verhältnisse sorgen müssen: Keine Auf- und Absteiger. In der Gruppe 5 der 2. Liga interregional ist dies jedoch noch nicht der Fall. Nachdem sich der Tabellenzweite FC Wettingen bereits freiwillig in die 2. Liga regional zurückgezogen hat, schauen die Verantwortlichen nun gespannt in Richtung der Eagles Aarau. 

Tatsächlich erhält der Aarauer Fussballklub, der sich in der Winterpause aufgrund fehlender Junioren vom Spielbetrieb zurückziehen musste, eine neue Chance, um sich den Verbleib in der Liga zu sichern. Bis am 15. Mai muss eine Juniorenabteilung mit 30 Spielern vorgewiesen werden. Eine Herkulesaufgabe. 

Faton Gashi hat mit diesem Szenario gerechnet. Dass sein Verein nun eine Möglichkeit erhält, um in der Liga zu bleiben, hat ihn nicht überrascht: «Als mit dem Saisonabbruch bekannt wurde, dass es keinen Auf- und Absteiger geben wird, war für mich klar, dass es fair wäre, wenn unser Verein nochmals eine Chance bekommt.» 

In welcher Liga die Eagles Aarau nächste Saison spielen, ist derzeit ungewiss.

In welcher Liga die Eagles Aarau nächste Saison spielen, ist derzeit ungewiss.

«Können noch nichts Konkretes vorweisen»

Der Präsident hält sich jedoch zurück mit Optimismus. Die Zeit drängt: «Wir haben im vergangenen Jahr mit zwei Vereinen aus der Umgebung Gespräche geführt, um die Junioren-Vorgaben mit einer Partnerschaft zu lösen. Da wir die Frist nicht einhalten konnten, gab es seither Funkstille. Erst als Ende April der Saisonabbruch bekannt wurde, nahmen wir erneut Kontakt auf.»

Natürlich ärgert sich Gashi, dass er mit dem Vorstand in der Zwischenzeit nicht an der Sache mit der Partnerschaft drangeblieben ist. Doch Vorwürfe will er sich keine machen, schliesslich konnte niemand mit dieser Coronakrise und deren Folgen für den Amateurfussball rechnen. 

Klar ist, dass eine Partnerschaft im Juniorenbereich die einzige Gelegenheit für die Eagles ist, um in dieser kurzen Zeit die Vorgaben für den Verbleib in der 2. Liga interregional zu erfüllen. Eine Prognose, ob sich die Bemühungen doch noch bezahlt machen, will Gashi nicht abgeben: «Wir haben aus der Vergangenheit gelernt und wissen, dass es schwierig wird. Wir versuchen schon lange eine Partnerschaft zu finden und hatten dazu auch gute Gespräche. Fakt ist aber auch, dass wir derzeit noch nichts Konkretes vorweisen können.»

«Haben noch keinen Plan B»

Sollten die Eagles tatsächlich in den nächsten zwei Wochen der zuständigen Amateur Liga eine Lösung präsentieren können, wartet sogleich die nächste Herausforderung auf den Vorstand: Da einige Spieler den Verein nach dem Rückzug verlassen haben, muss das Team neu aufgebaut werden: «In diesem Fall wird unser Sportchef definitiv gefordert sein. Wir haben zwar eine starke Senioren-Mannschaft mit ehemaligen Spielern, doch wir wären dennoch auf Verstärkung angewiesen, wenn wir in der kommenden Saison konkurrenzfähig bleiben wollen», erklärt Gashi.

Sollte der Verein dagegen die Auflagen der Amateur Liga nicht rechtzeitig erfüllen können, bleiben dem Vorstand folgende Optionen: Abstieg in die 2. Liga regional (dafür bräuchte der Verein eine A-Junioren-Mannschaft), Abstieg in die 3. Liga (ohne Junioren möglich) oder die Auflösung des Teams. «Wir haben noch keinen Plan B. Damit werden wir uns erst beschäftigen, wenn wir definitiv aus der 2. Liga inter absteigen müssen», gibt sich Präsident Gashi kämpferisch. 

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