Abstiegskampf
«Erwarte zwei Siege von meiner Mannschaft»: Liga-Schwergewicht steckt in der Klemme

Der FC Rothrist galt vor der Saison der 2. Liga AFV als Favorit, nun braucht das Schlusslicht der Liga dringend zwei Siege, damit der Abstieg verhindert werden kann. Trainer Nicola Nocita gibt sich vor den zwei Endspielen optimistisch.

Nik Dömer
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Der FC Rothrist, hier im Bild Emir ­Sinanovic, ist unter Zugzwang,

Der FC Rothrist, hier im Bild Emir ­Sinanovic, ist unter Zugzwang,

Otto Lüscher

Es wird eng für den FC Rothrist: Mit acht Punkten am Tabellenende bangt der einstige Liga-Favorit um den Klassenerhalt. Nun müssen in den restlichen zwei Partien sechs Punkte her, nebenbei ist die Truppe von Nicola Nocita auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen.

Klagen möchte der Trainer – der erst seit Oktober im Amt ist und lediglich zwei Spiele in der Hinrunde gecoacht hat – nicht. Im Gegenteil: «Ursprünglich hiess es, dass vier Teams absteigen würden. In diesem Fall hätten wir wohl mit fünf Punkten Rückstand auf den Strich keine Chance mehr gehabt. Nun wurde die Modalität wieder angepasst, das hat uns neue Hoffnung gegeben.»

Die Situation beim FC Rothrist ist nun zwar verzwickt, aber sie ist auch lösbar. Am kommenden Samstag trifft er auf den FC Schönenwerd-Niedergösgen. In der letzten Runde wartet der FC Sarmenstorf. Beide Mannschaften stecken im Niemandsland der Tabelle und sind nicht mehr auf Punkte angewiesen.

Nicola Nocita steht mit dem FC Rothrist im Abstiegskampf.

Nicola Nocita steht mit dem FC Rothrist im Abstiegskampf.

FC Rothrist

Kann der FC Rothrist also von einem einfachen Restprogramm ausgehen? Davon hält Trainer Nocita nichts: «Klar, für unsere Gegner geht es um nichts mehr. Aber auch sie wollen einen anständigen Saisonabschluss. Und wir sind alle Fussballer, wir wollen immer gewinnen. Vor allem nach einer solch langen Auszeit ist jeder wieder heiss auf einen Wettkampf.»

Kommt dazu, dass zwei der benachbarten Teams aus Othmarsingen, Lenzburg, Gontenschwil und Kölliken patzen müssen. «Wir machen keine Rechenspiele. Wir schauen einfach nur auf uns und fokussieren uns auf die bevorstehenden Aufgaben. Danach schauen wir weiter.» Für Nocita ist klar: «Ich erwarte zwei Siege von unserer Mannschaft. Wir haben die nötige Qualität, um diesen Restart erfolgreich zu gestalten.»

«Wir werden auf jeden Fall bereit sein für diesen Abstiegskampf sein»

Man könnte sich fragen, woher dieses Selbstvertrauen kommt. Immerhin hat Rothrist in der Hinrunde in 12 Partien nur acht Zähler ergattert. Nocita: «Das ist nun eine andere Mannschaft. Wir haben umgestellt, einige Spieler haben uns verlassen, dafür sind acht Neue dazugekommen. Ich denke, wir haben in der Offensive deutlich mehr Durchschlagskraft.»

Sorgen, dass die neu formierte Mannschaft eine Eingewöhnungszeit braucht, macht sich der Trainer nicht: «Die Spieler sind schon seit der Winterpause bei uns und haben sich längst eingelebt. Ich habe in den letzten Testspielen gesehen, dass Moral und Teamgeist vorhanden sind. Zudem setzt die Mannschaft meine Ideen um, wir haben gegen Mutschellen und Wettingen starke Partien abgeliefert.»

Gibt es ein Rothrister Happy End?

Die Basis für ein mögliches Rothrister Happy End soll am Samstag beim Heimspiel gegen den FC Schönenwerd-Niedergösgen gelegt werden. Wobei Heimspiel nicht ganz korrekt ist: Nicola Nocita: «Wir spielen in unmittelbarer Nähe beim FC Fulenbach, da unser Platz gerade mit einem Kunstrasen ausgestattet wird. Das wird aber kein Problem sein, ich rechne trotzdem mit zahlreicher Unterstützung aus Rothrist. Wir werden auf jeden Fall bereit sein für diesen Abstiegskampf sein.»

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