Fussball
Abstiegsangst beim FC Wohlen: Heute heisst es Siegen oder Fliegen

Sechs Runden vor Schluss empfängt der abstiegsgefährdete FC Wohlen den Tabellennachbarn Stade Nyonnais. Für die Freiämter geht es um Sein oder Nichtsein in derChallenge League.

Ruedi Kuhn
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Gefordert: Massimo Mancino.

Gefordert: Massimo Mancino.

AWA

Mit dem Begriff Schicksalsspiel sollte man vorsichtig sein. Der FC Wohlen aber hat in den nächsten zwei Wochen gleich drei Partien von wegweisender Bedeutung vor sich. Die Mannschaft trifft der Reihe nach
auf Stade Nyonnais, Delémont und Etoile Carouge. Eine Niederlage gegen Nyon im heutigen Fernsehspiel wäre im zähen Ringen gegen die Relegation in die 1. Liga Promotion wohl der entscheidende Rückschlag. Der Wohler Challenge-League-Verantwortliche René Meier sieht es genauso und sagt: «Nun geht es Schlag auf Schlag. Gegen Nyon werden die Weichen gestellt. Dieses Spiel müssen wir gewinnen.» Spricht der Heimvorteil für Wohlen? Meier winkt ab: «Von einem Heimvorteil habe ich bis jetzt wenig gesehen. Wir haben in dieser Saison im Stadion Niedermatten erst zweimal gewonnen. Das sagt alles.»

Sieben Zähler als Ziel

Was den Zuschaueraufmarsch betrifft macht sich Meier ebenfalls keine Illusionen: «Die Fans wurden in den vergangenen Jahren verwöhnt», sagt er. «Sie wollen einen erfolgreichen FC Wohlen sehen und nicht eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpfen muss.» Bleibt die Frage, ob heute Abend im Fernsehspiel wenigstens die 1000er-Marke geknackt wird oder nicht. Interessant ist die Tatsache, dass der Freiämter Challenge-League-Klub in der Vorrunde gegen Nyon (1:0), Delémont (1:1) und Etoile Carouge (3:1) sieben Zähler geholt hat. Exakt diese Punkteausbeute braucht es jetzt, um weiterhin auf den Ligaerhalt hoffen zu können.

Trainer Ryszard Komornicki hat Stade Nyonnais in der letzten Runde beim Spiel gegen den SC Brühl St. Gallen beobachtet. Dass die Mannschaft aus der Romandie die Partie beim Tabellenletzten 1:3 verloren hat, gibt dem FC Wohlen neue Hoffnung: «Hut ab vor Brühl», sagt Komornicki. «Der Absteiger legte los wie die Feuerwehr und schoss bis zur vierten Minute zwei Tore. Nun müssen wir reagieren. Es liegt jetzt in unseren Händen, den Rückstand auf zwei Punkte zu verringern. Und», fügt der Pole hinzu, «wenn die Spieler jetzt nicht merken, was es geschlagen hat, dann kann ich ihnen nicht mehr helfen.» Bei Stade Nyonnais gilt es in erster Linie auf Goalgetter und Mittelstürmer Frédéric Besseyre aufzupassen. Weitere Teamstützen sind der wieselflinke Mittelfeldspieler Manuel Alfonso Bühler, Techniker Anthony Andreu und vor allem der zweikampfstarke zentrale Mittelfeldspieler Bertrand Ndzomo.