Faustball

Aargauer Trio: Der Final als Traum, die Medaille als Ziel

Sara Gerber, Sabrina Siegenthaler und Andrea Gerber (v.l.) auf dem Trainingsplatz in Oberentfelden.

Sara Gerber, Sabrina Siegenthaler und Andrea Gerber (v.l.) auf dem Trainingsplatz in Oberentfelden.

Optimistische Schweizerinnen starten morgen in die Faustball-WM in Dresden – mit dabei sind auch drei Aargauerinnen. Alle drei sind WM-Neulinge, wollen aber mit der Nati in Dresden viel erreichen.

An den letzten beiden Faustball-Weltmeisterschaften von 2006 und 2010 rangierte sich das Schweizer Frauennationalteam jeweils auf dem undankbaren 4. Platz. Dieses Jahr soll nach 2002 – damals gewann die Schweiz sensationell die WM – endlich wieder einmal über eine Medaille gejubelt werden. Im zehnköpfigen Kader stehen auch drei Spielerinnen aus dem Aargau: Die Schwestern Andrea und Sara Gerber aus Vordemwald sowie die routinierte Sabrina Siegenthaler aus Dottikon. Alle drei sind WM-Neulinge, wollen aber mit der Nati in Dresden viel erreichen. «Die Medaille ist das erklärte Ziel. Unser Traum ist es, bis in den Final vorzustossen», meint Abwehrspielerin Sara Gerber.

Keine Angst vor den Grossen

Dass es dabei grosse Faustballnationen wie Deutschland und Brasilien zu bezwingen gilt, scheint die 28-jährige Sabrina Siegenthaler nicht abzuschrecken. «Man fährt an eine WM um zu gewinnen. Wenn der Einsatz von jeder Spielerin stimmt, können wir viel erreichen», zeigt sich die Mitte-Spielerin zielsicher. Siegenthaler gehört zu den Spielerinnen mit der grössten Erfahrung. Grosse Erfahrung fehlt Sara Gerber noch. Sie ist mit ihren 20 Jahren das Küken im Team, durfte aber letztes Jahr an der Europameisterschaft in Tschechien auch schon internationale Turnierluft schnuppern. «An die letzte EM fuhr ich eigentlich nur, um mal dabei zu sein und die Spiele ausserhalb des Feldes zu verfolgen. Als sich dann aber unser Teamkapitän verletzte, musste ich kurzfristig einspringen und spielte mich mit einer soliden Leistung ins Natiteam. Wir spielten gut und holten uns die Bronzemedaille», so die Vordemwalderin.

Gute Stimmung als Grundlage

Bronze ist auch dieses Jahr das Minimalziel. Um dies zu erreichen, «braucht es eine gute Stimmung im Team», weiss Angreiferin Andrea Gerber. Die Anlagen dazu stehen gut, denn die Spielerinnen kennen sich gegenseitig bestens. Aus der gesamten Mannschaft sind ausschliesslich Spielerinnen von Jona, Schlieren und Oberentfelden/Amsteg dabei – es sind die Teams, die in der Nationalliga A die obersten drei Tabellenränge besetzen.

Beim STV Oberentfelden/Amsteg spielen die drei Aargauerinnen zusammen und stehen zwei Spiele vor Qualifikationsende auf dem 3. Tabellenrang – mit vier Punkten Rückstand auf Leader Jona. Der Fokus liegt nun aber voll auf dem Nationalteam. Nach einem Vorbereitungsturnier in Jona am Wochenende, wo die Schweiz alle Spiele gewinnen konnte, flog das Team gestern nach Dresden, um sich optimal auf das grosse Ziel vorbereiten zu können.

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