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Aargauer Teams sorgten in der 2. Liga inter für wenig Glanzpunkte

Das Team Aargau U21 siegt zum Saisonabschluss in Schöftland mit 2:1. Die drei Aargauer Vertreter in der 2. Ligainterregional müssen sich mit Platzierungen in der unteren Tabellenhälfte zufrieden geben. Die Einordnung der Ergebnisse fällt unterschiedlich aus.

Patrick Haller
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Team Aargau U21 gegen Schöftland
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U21-Goalie Mike Richard klärt vor dem anstürmenden Kürsat Kiybar in extremis.
Kürsat Kiybar mitte wird von Patrick Muff links und Davide Giampà rechts in die Zange genommen.
Kürsat Kiybar staunt nur über die Flugeinlagen von Patrick Muff.
Sven Schönenberger mitte, schiesst an Fabian Schmid vorbei zum entscheidenden 1:2 in der 90.Minute

Team Aargau U21 gegen Schöftland

GERRY FREI

Beim SC Schöftland ist das Fazit nach der siebten Spielzeit auf interregionaler Ebene positiv. «Wir haben unser Saisonziel mit dem Ligaerhalt erreicht», sagt Cheftrainer Hansruedi Birrer. Oftmals hätten «nur Nuancen gefehlt», um sich in Richtung vorderer Ränge orientieren zu können.

Die Tabellenspitze sah auch das Team Aargau U21 nur aus der Ferne. Die Talentauswahl verspielte eine bessere Platzierung mit einer enttäuschenden Rückrunde, als nur selten eine geschlossene Einheit auf dem Rasen stand. Weil es im Vergleich zu anderen Jahren auch an individueller Klasse mangelte, setzte es zu Hause sogar Niederlagen gegen die Absteiger Herzogenbuchsee und Küsnacht.

«Unsere Bilanz ist natürlich durchzogen», sagt U21-Cheftrainer Thomas Binggeli. Die Mannschaft präsentierte sich insgesamt als «zu wenig gefestigt», wodurch nach starken Leistungen auch immer wieder unerklärliche Aussetzer folgten. Oftmals wurde eine gute Ausgangslage nicht genutzt. «Bei uns stimmten Aufwand und Ertrag nur selten überein. Die Bemühungen spiegelten sich häufig nicht in den Ergebnissen wieder», musste auch der abtretende Nachwuchstrainer konstatieren.

Beim letzten Saisonspiel sass Binggeli, der das Team Aargau U21 drei Jahre betreute, schon nicht mehr auf der Bank. Er weilte im Rahmen der Ausbildung für die Uefa-Pro-Lizenz beim Länderspiel in Genf und wurde in Schöftland durch seinen Nachfolger Charles Grütter an der Seitenlinie vertreten.

Der 49-Jährige erlebte einen Einstand nach Mass: Zwar kam Schöftland in einer ausgeglichenen Partie anfangs zweiter Halbzeit zur Führung, als Roger Werthmüller mit einem glückhaften Heber erfolgreich war. Aber die Nachwuchstalente vermochten zu reagieren – dank dem Einwechselspieler Ömer Kömür. Zuerst holte der Angreifer einen Strafstoss heraus, der durch Luca Costa zum Ausgleich genutzt wurde. Und in der letzten Minute assistierte er beim Siegestreffer von Sven Schönenberger.

Auch das vierte Direktduell auf der Rütimatten endete somit mit einem Erfolg der U21-Mannschaft. In acht Versuchen vermochte sich Schöftland noch nie durchzusetzen. Das Team Aargau U21 schloss eine verunglückte Saison dank dem Last-Minute-Erfolg immerhin noch als bester Aargauer Vertreter auf dem achten Rang ab – punktgleich mit dem Aufsteiger FC Wohlen U23. «Ein schwacher Trost», ist sich auch Binggeli bewusst, «denn das darf nicht unser Anspruch sein.»

Der Freiämter Nachwuchs schnupperte phasenweise an den Spitzenplätzen, vergab in den letzten Runden aber eine bessere Rangierung. Von den letzten fünf Spielen verlor Wohlen U23 deren vier. Es gab Niederlagen gegen United Zürich (0:5), Thalwil (0:1), Schlusslicht Herzogenbuchsee (1:2) und Uster (1:5). Dazwischen wurde der frühere Leader Langenthal 2:1 besiegt. Man spiele für die Ausbildung, nicht für die Tabelle, sagt man in Wohlen.

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