«Aargauer Sportler des Jahres»
Bobpilot Rico Peter überzeugte neue Sponsoren: «Das Rampenlicht konnte ich nutzen»

2015 wurde der Aargauer Bobpilot Rico Peter als erster Vertreter einer Wintersportart überhaupt als «Aargauer Sportler des Jahres» geehrt. Unter anderem weil er WM-Bronze im 4er-Bob gewann.

Fabio Baranzini
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Einst war er selbst Bobpilot, nun arbeitet er für den Bobverband: Rico Peter.

Einst war er selbst Bobpilot, nun arbeitet er für den Bobverband: Rico Peter.

Urs Flueeler / KEYSTONE

Was hat Ihnen die Wahl zum «Aargauer Sportler des Jahres» bedeutet?

Rico Peter: Der Bobsport war ­damals in den Hintergrund ge­raten, weil die Erfolge etwas gefehlt haben. So gesehen war es eine schöne Sache für meine Sportart, dass ich diesen Titel gewinnen durfte. Auf diese ­Weise konnte ich auch dem Nachwuchs aufzeigen, dass es den Bobsport gibt, und konnte etwas Werbung machen.

Was hat der Titel Ihnen persönlich gebracht?

Durch diese Ehrung stand ich im Rampenlicht. Das konnte ich nutzen, um Werbung für mich zu machen und neue Sponsoren zu gewinnen.

Gibt es einen Moment der Sport-Gala, der Ihnen in Erinnerung geblieben ist?

Als ich den Pokal von Sport­minister Alex Hürzeler überreicht bekommen habe vor so vielen Zuschauern in der Go­Easy-Arena – das war schon ein sensationelles Gefühl.

2015 konnte Rico Peter den Pokal entgegennehmen.

2015 konnte Rico Peter den Pokal entgegennehmen.

Chris Iseli / SPO

Sie haben 2018 den Rücktritt vom Spitzensport gegeben. Vom Bobsport sind Sie trotzdem nicht losgekommen.

Das stimmt. Und das, obwohl ich meinen Rücktritt nach den Olympischen Spielen 2018 unter anderem deshalb gegeben hatte, weil ich mehr Zeit zu Hause verbringen und weniger aus dem Koffer leben wollte. Doch nach nur sechs Monaten habe ich das Angebot des südkoreanischen Verbandes angenommen und als Bahntrainer gearbeitet.

Und jetzt sind Sie beim Schweizer Verband tätig.

Richtig. Nach einem Jahr habe ich mein Engagement bei den Südkoreanern beendet und habe dann nach einem Jahr ohne Bobsport das Angebot erhalten, als Spartenchef Bobsport für Swiss Sliding zu arbeiten. Diese Aufgabe hat mich sehr gereizt. Im Bobsport spielt das Gefühl beim Fahren eine zentrale Rolle und da wollte ich meine Erfahrung an die aktiven Athletinnen und Athleten weitergeben.

Wie fällt das Fazit nach der ersten Saison aus?

Sehr positiv. Wir hatten eine sensationelle Saison und konnten viele Erfolge feiern. Aber es gibt noch immer viel zu tun.