Bereits nach dem Startgerät Boden war klar, dass eine Titelverteidigung nicht möglich sein wird. Noe, noch durch eine Magen-Darm-Grippe geschwächt, stürzte zweimal und auch Oliver zeigte eine schwache Leistung. Die Aargauer führten die Rangliste erstmal von hinten an. Dieser Abtaucher schien die vier Turner aber geweckt zu haben. Von nun an wurden sie immer besser. Sie rollten die Rangliste von hinten auf, holten sich die höchsten Punktzahlen an den Ringen, am Barren und auch am Reck. Sehr zufrieden sein durfte Christian Baumann mit seinem Wettkampf. Seine fehlerfreien Darbietungen waren entscheidend für die Silbermedaille, die sich die Vier bei der Siegerehrung umhängen lassen durften.

In der Nationalliga B wurde ein junges Team um den Routinier und Ex-Nationalkaderturner Michael Meier gebildet. Nico Neeser, Samuel Wällisch, Florian Langenegger, Luca Giubellini und Luca Murabito zeigten an den ersten 5 Geräten ihr Können und lagen noch immer in Front. Doch ihr schwächstes Gerät, die Ringe, kam als letztes an die Reihe und sie mussten sich von Zürich abfangen lassen.

Start gelang nicht optimal

Am Sonntag durften dann die Frauen, respektive Mädchen ihr Können demonstrieren. Die letzten vier Austragungen gingen alle ans Tessin vor den Aargauerinnen. War heute der Tag, an dem die Reihenfolge ändern würde? Jessica Diacci, Anina Wildi, Leonie Meier und Anny Wu wollten dafür sorgen. Doch wie schon bei den Männern gelang auch den Frauen der Start in den Wettkampf nicht optimal. Zwei Stürze kamen am Stufenbarren in die Wertung.

Dennoch holten sie sich an diesem Gerät wie auch am Balken und am Boden das zweithöchste Punktetotal. Am Sprung zeigten Leonie und Anina schwierige, äusserst sauber geturnte Sprünge und die Aargauerinnen schafften die höchste Punktzahl. Doch die Tessinerinnen waren auch heute nicht zu schlagen. Unsere Vier dürfen stolz sein auf die gewonnene Silbermedaille und wissen, dass sich im nächsten Jahr eine neue Möglichkeit zur Wende bieten wird.

Dritter Rang für Aargau 2

Aargau 2 mit Stefanie Siegfried, Malina Blum, Corina Erdin, Chiara Giubellini, Sarina Stulz und Vivienne Bitter vertraten den Kanton in der Nati B. Sie wussten an allen vier Geräten, Sprung, Barren, Balken und Boden, zu gefallen und zogen einen fast fehlerfreien Wettkampftag ein. Die Belohnung war der dritte Rang.

Das dritte Aargauer Team mit den Vereinsturnerinnen Céline Dössegger, Mai Jenni, Sarah Müller, Tabea Hug und Delia Hottinger zeigte in der Nati C sein Können und klassierte sich auf dem tollen zweiten Rang.

Das Fazit vom Chef Spitzensport David Huser «Wir sind in 5 Abteilungen gestartet und haben viermal den zweiten und einmal den dritten Platz geholt. Ein Sieg wäre schon schön gewesen. Aber der Aargau ist über beide Geschlechter gesehen der stärkste Kanton und darauf dürfen wir stolz sein.»