Zofingen
Aargauer Kantonalschwingfest geht in die Geschichtsbücher ein – das sind die schönsten Bilder

Der Schwingklub Zofingen und Umgebung hat sich zu seinem 100-Jahr-Jubiläum selbst ein grossartiges Geschenk gemacht: Das Kantonalschwingfest mit der Arena auf dem Niklaus-Thut-Platz.

Alfred Weigel und Raphael Nadler
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Der Freiämter Joel Strebel (unten) wehrte sich im Schlussgang nach Kräften, musste sich letztlich dem Sörenberger Joel Wicki aber dennoch geschlagen geben.
16 Bilder
Patrick Räbmatter holte den Kranz.
Der Reider Kornel Arnold (oben) verlor den Gang gegen Marcel Bremgarter, mit einem Plattwurf im letzten Duell sicherte er sich aber den Kranz.
Hier geblieben: Lunik Steffen (links) hindert Elias Lüscher an der «Flucht».
Joel Wicki mit Siegermuni «Zofi».
Landammann Alex Hürzeler dankte den Veranstaltern, dass sie das Kantonalschwingfest trotz grossem organisatorischem Aufwand in der Zofinger Altstadt ermöglicht haben.
Gewannen die Jungschwinger-Kategorien: Pascal Joho (Sarmenstorf), Elias Lüscher (Schlierbach), Giulio Russo (Suhr) und Matti Berchtold (Wettingen).
113. Kantonales Schwingfest Aargau und 100-Jahr-Jubiläumsfest
Die Helferinnen und Helfer rund ums Schwingfest wurden mit einem edlen Helfershirt und einer bestickten Mütze ausgestattet. Pech hatten die Verantwortlichen mit dem Zofingen-Wappen, das in der falschen Farbreihenfolge aufgestickt wurde. Das ärgert, tat aber dem Erfolg des Fests keinen Abbruch.
Die Swiss Alphorn Gruppe Zofingen, dirigiert von Kurt Ott, unterhielt die Zuschauer.
Gewisse Altstadtbewohner hatten beste Aussicht auf die Schwingarena.
Am AKB-Schwingerjass im Festzelt spielten über 80 Frauen und Männer um tolle Preise.
Das Fohlen Nando stand bei den Gästen höher im Kurs als Muni Zofi.
Der Gabentempel mit den zahlreichen Sachpreisen war ein grosser Publikumsmagnet.
Nationalrat Thierry Burkart mit Markus Birchmeier (Präsident Aargauer Kantonaler Schwingerverband).
«ChueLee» sorgten am Samstagabend im Festzelt auf der Schützenwiese für gute Stimmung.

Der Freiämter Joel Strebel (unten) wehrte sich im Schlussgang nach Kräften, musste sich letztlich dem Sörenberger Joel Wicki aber dennoch geschlagen geben.

Zofinger Tagblatt

«Es freut mich, dass der Mut der Organisatoren für dieses einmalige Fest von allen Seiten unterstützt wurde», sagt Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger. Dabei hat er nicht nur die Schwingerfamilie, die unzähligen freiwilligen Helfer, die Anwohner und das Gewerbe gemeint, sondern auch Petrus, der am Sonntag für Sonnenschein sorgte.

Die 3450 Schwingerfans sorgten in der engen Altstadtarena von Zofingen für Bergfeststimmung. Wer kein Ticket mehr ergattern konnte, hatte die Möglichkeit, die Kämpfe live auf Grossbildschirm vor dem Festzelt auf der Schützenwiese mitzuverfolgen. Das Gedränge war dort zeitweise gross: Jeder wollte die beste Sicht auf die Leinwand haben oder einen Sitzplatz in der Gartenbeiz ergattern. Gross war auch das Interesse am Gabentempel. Die drei auf dem Rasen nebenan präsentierten Lebendpreise beeindruckten.

Auf den vier Sägemehlkreisen wurde wie bereits am Samstag bei den Jungschwingern spannender Schwingsport geboten. Dass der Sieg am Ende an den Luzerner Joel Wicki ging und nicht an einen Aargauer, tat dem Fest keinen Abbruch. Die Schwinger treten als Familie auf, klopfen sich das Sägemehl von den Schultern und gratulieren dem Gewinner.

Der Schwingklub Zofingen durfte sich auch als Sieger fühlen. Von allen Seiten gab es Lob für das gelungene Fest. «Wir sind alle sehr glücklich und dankbar», sagte OK-Präsident Dominik Gresch nach getaner Arbeit. Natürlich hätten die Organisatoren auf dem «freien Feld» eine grössere Arena als in der Altstadt von Zofingen aufbauen können, «doch wir wollten etwas Spezielles machen». Das ist den Zofingern gelungen. Das nächste OK des Aargauer «Kantonalen» dürften es schwer haben, eine annähernd so stilvolle Kulisse und eine so gute Stimmung hinzubekommen.