Judo

Aargauer Judokas verpassen den Exploit an der EM

Der Aargauer Ciril Grossklaus (in weiss) hatte in Baku kein Wettkampfglück.

Der Aargauer Ciril Grossklaus (in weiss) hatte in Baku kein Wettkampfglück.

Die beiden Aargauer Ciril Grossklaus (90 kg) und Domenic Wenzinger (90 kg) scheiterten zum Abschluss der Schweizer Einsätze an den Judo-EM in Baku jeweils in ihrem zweiten Kampf.

Grossklaus wurde nach einem Auftaktsieg in den Achtelfinals vom Holländer Guillaume Elmont gestoppt (Ippon). Für Grossklaus war es die erste Niederlage im zweiten Duell auf internationaler Ebene gegen Elmont, der 2005 Weltmeister im Limit bis 81 kg war. Am Grand-Slam-Turnier von Abu Dhabi im letzten Jahr gewann der Aargauer mit Ippon.

Im ersten Kampf bezwang Grossklaus den Russen Kirill Voprosov, der ihn an den letzten beiden Titelkämpfen (EM und WM 2014) jeweils rausgeworfen hatte und amtierender Vize-Europameister sowie WM-Dritter ist.

Domenic Wenzinger musste bereits in den letzten 64 antreten. Er startete mit einem Ippon-Erfolg über den Engländer Frazer Chamberlain und scheiterte danach in den Sechzehntelfinals am dreifachen WM-Medaillengewinner Kirill Denisow mit dem gleichen Verdikt. Auch für Wenzinger steht es im Vergleich mit seinem EM-Bezwinger Denisow nun 0:2.

Von den sieben Schweizer EM-Teilnehmern schnitten die letzten beiden Olympia-Teilnehmer am besten ab. Ludovic Chammartin gewann Bronze im Limit bis 60 kg, während Juliane Robra Rang 7 in der Kategorie bis 70 kg realisierte. Zweiter Saisonhöhepunkt in diesem Jahr für dieses Duo sind die WM von Ende August in Astana (Kas).

22 Athleten dürfen nach Rio

Die Olympia-Qualifikationsphase wird in einem Jahr mit der EM abgeschlossen. Bei den Frauen qualifizieren sich 14, bei den Männern 22 Athleten pro Gewichtsklasse für die Spiele von Rio. Im Gegensatz zur EM und WM, an denen jeweils zwei Judoka teilnehmen können, ist bei Olympia nur ein Athlet pro Land und Limit startberechtigt.

Die Resultate aus den internationalen Top-Events (Continental Open, Grand Prix, Masters, EM und WM) zähl(t)en in den ersten zwölf Monaten zu 50 Prozent, jene aus den zwölf Monaten seit Mai 2015 zu 100 Prozent. Da die EM in diesem Jahr von Glasgow nach Baku verschoben worden war, zählte sie «nur» zur Hälfte.

Meistgesehen

Artboard 1