Handball

Aargauer Handballer setzen bei der U24-Premiere ein Ausrufezeichen

Kaum zu halten: Dimitrij Küttel (18) erzielte acht Treffer.

Kaum zu halten: Dimitrij Küttel (18) erzielte acht Treffer.

Beim ersten Spiel der neuen «U24» waren gleich sieben Aargauer aufgeboten. Kein Team aus dem Aargau spielt zwar momentan in der höchsten Liga. Aber für die nationalen Auswahl-Mannschaften sind die Akteure aus dem Aargau unerlässlich.

Kein Team aus dem Aargau spielt momentan in der Nationalliga A. Aber für die nationalen Auswahl-Mannschaften sind die Akteure aus dem Aargau unerlässlich. Beim ersten Auftritt der neuen Perspektivauswahl waren gleich sechs Aargauer Handball-Talente dabei: Mit den Feldspielern Nicolas Suter und Patrick Strebel sowie Goalie Flavio Wick waren es gleich drei Akteure vom NLB-Leader HSC Suhr Aarau.

Hinzu kommen Marvin Lier, der das Handball-ABC beim TV Endingen lernte sowie Dimitrij Küttel, der zwar jetzt für die Kadetten aus Schaffhausen auf Torejagd geht, aber sein Handwerk in der Schachenhalle Aarau erlernte. Der sechste in der langen Reihe ist der Freiämter Luca Spengler, der wie Lier schon in der Nationalmannschaft mittun durfte.

Lob von Trainer Suter

Hauptverantwortlich dafür, dass die neue Perspektivauswahl von Aargauern dominiert wird, ist Trainer Michael Suter. «Im Aargau wird gute Juniorenarbeit geleistet. Da gibt es eine Breite an Spielern, die auch wirklich Talent haben», erklärt der erfolgreiche Juniorenausbildner seine Auswahl. «Dass die Aargauer ein Übergewicht haben, entstand nicht einfach so. Im Leistungssport ist nichts Zufall», betont er und verteilt damit Bestnoten an die Nachwuchstrainer im Rüebliland.

Eine Nische auf dem Weg zum Nationalspieler

Der Grund für das neu geschaffene Perspektivteam ist, dass nicht jeder U21-Nationalspieler anschliessend gleich den Sprung in die A-Nationalmannschaft schaffen kann. «Nicht jeder 21-Jährige ist bereits so weit», weiss Suter aus seiner langjährigen Erfahrung. Deshalb soll er mit drei bis vier weiteren Zusammenzügen gefördert und gefordert werden.

Zudem erhalten die Spieler auch eine weitere Plattform, um sich zu zeigen. «Ich denke das ist eine faire Chance», beurteilt Suter. Deshalb nennt er seine Mannschaft auch lieber U24. Es soll ein weiteres Gefäss sein, um die U21-Auswahlspieler auf den nächsten Schritt auf höchstem Level vorzubereiten.

«Aargau verstärkt» holt ein Unentschieden

Im ersten offiziellen Spiel der neuen Perspektivauswahl stand die Mannschaft «Aargau verstärkt», gegen Balingen II im Einsatz, welche in der 3. Bundesliga spielt. Am Ende trennten sich die beiden Team 32:32, bei dem alle Akteure zum Einsatz kamen und die Schweizer, ähnlich wie im Eishockey, gleich blockweise wechselten. Wobei die noch jüngere Garde ihre Aufgabe souveräner löste.

«Küttel und Suter waren die Besten», meinte der U21-Nationaltrainer nach der Premiere trocken. Ganz zufrieden war er mit der Leistung nicht, zu gross waren die Schwankungen. Ungeachtet dessen: Auch beim nächsten Zusammenzug werden bestimmt wieder zahlreiche Aargauer die Eidgenossenschaft vertreten.

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