NLA-Handball

Aargauer Handball-Derby: Herzschlagfinale im Derby, der TVE unterliegt dem HSC mit 22:23

Zur Pause steht es überraschend 13:9 für den TV Endingen, der als Aussenseiter in dieses Spiel geht. Der HSC leistet sich viele Fehler. Er steigert sich aber nach der Pause merklich und kommt nach 45 Minuten zum Ausgleich. Am Ende zieht er sich knapp aus der Affäre und gewinnt die Partie mit 22:23.

Am Ende wird es ganz spannend: Der TV Endingen fordert den HSC Suhr Aarau bis zur letzten Sekunde heraus, macht das Aargauer Derby wieder zu dem, was es einst war: Eine umkämpfte Schlacht, in der jeder Treffer entscheiden kann. Der HSC hält vor allem in der zweiten Hälfte dagegen und gewinnt am Ende mit einem Tor Vorsprung.

Zum Spielverlauf:

Beim HSC Suhr Aarau steht überraschenderweise der 18-jährige Leo Grazioli im Tor. Mit zwei starken Paraden in der Startphase meldet sich der Schlussmann aber sofort im Spiel an. Sein Antipode, Vit Schams, steht ihm aber in nichts nach und pariert gegen Daniel Parkhomenko und Timothy Reichmuth. Nach 15 Minuten steht es 5:5. Die Startphase ist äusserst ausgeglichen.

Der erste Test für das Heimteam steht an, als Captain Christian Riechsteiner nach einer guten Viertelstunde beim Stand von 6:5 eine Zeitstrafe absitzen muss. Die Gäste bringen aber nichts Zählbares zustande und sehen sich weiter mit dem Rückstand konfrontiert.

Mann der Halbzeit: TVE-Goalie Vit Schams

Dieser wird in der Folge grösser. Per Siebenmeter erhöht Michal Tonar auf 7:5, gleich danach erzielt Goalie Schams das 8:5 für die Hausherren. Die höchste Führung haben die Endinger inne, als Topskorer Claudio Vögtli das 12:7 respektive das 13:8 erzielt. Mit der Pausensirene stellt HSC-Kreisläufer Martin Slaninka auf 13:9.

Mann der ersten Halbzeit ist indes Endingen-Goalie Vit Schams, der die Gäste mit seinen Paraden - vor allem auch bei freien Würfen - zur Verzweiflung. Der tschechische Schlussmann pariert 6 Würfe und steht bei 40 Prozent Abwehrquote.

Die 2. Halbzeit

Der HSC Suhr Aarau kommt besser aus der Kabine und verkürzt innert dreieinhalb Minuten auf 14:13. Drei Tore gehen dabei auf das Konto von Flügel David Poloz. Derzeit finden die Endinger im Angriff kein Rezept gegen die Abwehr der Gäste. Nach 5 Minuten in der 2. Halbzeit wird es TVE-Trainer Zoltan Majeri zu bunt und er bezieht ein Timeout.

Nach dem Timeout sieht sich der HSC aber bald mit einer doppelten Unterzahlsituation konfrontiert. Der TVE nutzt dies im ersten Angriff und verbessert sich auf 15:13. Gespielt sind 37 Minuten. Der TVE nützt diese Überzahl gekonnt und erzielt zwei Tore, kassiert sie aber kurz darauf auch wieder. Soeben hat David Poloz für den HSC ausgeglichen und so heisst es nach 41 Minuten: 16:16.

HSC: Wieder ein Ein-Tore-Sieg

Die Schlussviertelstunde im GoEasy ist angebrochen, der HSC Suhr Aarau wie eine grosse Welle über den TV Endingen her. Er hat sich stark gesteigert und führt selbst wieder. Vor allem David Poloz am rechten Flügel trifft wie er will und lässt seinem tschechischen Landsmann Schams im TVE-Tor keine Abwehrchance.

Die heisse Phase wird wiederum durch Schams eingeläutet: Der TVE verkürzt auf 20:21, kassiert aber eine Zeitstrafe (Marius Moser) gegen sich. Daraufhin hält Schams den Penalty von Oliveira und in Unterzahl gleicht Vögtli das Geschehen aus. Das alles fünfeinhalb Minuten vor der Schlusssirene.

Ganz am Schluss erhöhen sich die Herzfrequenzen bei allen Anwesenden noch einmal, das bessere Ende behält der HSC für sich. Nach dem 21:20 gegen Wacker Thun gewinnt er auch gegen den TV Endingen mit einem Tor Vorsprung.

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