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Aargauer Fussballer spielten Dietiker an die Wand

Parade von Dietikons Shqiptar Hamdiu nach Schuss von Dawid Skrzypcak

Parade von Dietikons Shqiptar Hamdiu nach Schuss von Dawid Skrzypcak

Der FC Dietikon kassiert die erste Rückrundenpleite in der 2. Liga inter nach einem 1:2 in Schöftland. In der Schlussphase fehlte dem FCD ein Chef auf dem Platz, der angesichts der entfesselten Gastgeber einen kühlen Kopf behielt.

Er musste sich vorkommen wie bei einem Déjà-vu. Dietikons Captain Arsim Shala war in Schöftland eine Stunde lang auf der Bank gesessen, bevor er hereinkam und scheinbar die Anfangsphase nochmals erlebte. «Vor dem 1:1 spielten sie sackstark, führten uns vor», hatte Shala während der Halbzeitpause resümiert.

Nun, mit Beginn der letzten halben Stunde, drehten die Aargauer erneut auf und spielten die Dietiker wieder an die Wand. Zwischen der 70. und 80. Minute hatten sie ein halbes Dutzend Riesenmöglichkeiten. FCD-Torhüter Shqiptar Hamdiu und die Latte (79.) verhinderten das zweite Gegentor. Vorerst. Denn in der 82. Minute traf Nico Stadelmann doch noch. Die Dietiker monierten eine Abseitsposition, doch wahrscheinlich hob Innenverteidiger Velisav Stevovic diese auf.

Der Schöftler Siegtreffer von Nico Stadelmann

Der Schöftler Siegtesreffer von Nico Stadelmann

Gegentreffer nach Freistoss

Es war die Ironie des Spiels, dass die Limmattaler diesen Gegentreffer nach einem Freistoss in Strafraumnähe kassierten. Sie selbst hatten in der ersten Halbzeit zwei Gelegenheiten aus ähnlich aussichtsreicher Position ungenutzt gelassen. Nach der schwachen Auftaktphase, in die auch das 1:0 gefallen war (7.), hatten die konternden Gäste Oberwasser. Goalgetter Luca Dimita zeigte einmal mehr seine Klasse. Zuerst traf er nach einem herrlichen Mustafi-Pass zum 1:1 (27.), dann holte er dank seiner Spielintelligenz die beiden Freistösse heraus. Beim ersten wäre - wie auch bei der Intervention von Hamdiu vor dem 2:1 - die rote Karte gegen Fabian Schmid wegen einer Notbremse angezeigt gewesen.

In der Schlussphase fehlte dem FCD ein Chef auf dem Platz, der angesichts der entfesselten Gastgeber einen kühlen Kopf behielt. Ein Chef, wie Arsim Shala einer ist, dessen Wirkung als Einwechselspieler aber verpuffte. «Schonung für nächste Woche», erklärte der dienstälteste Dietiker sein Fehlen in der Startelf. Am kommenden Sonntag (15 Uhr, Dornau) gehts zum Prestigeduell mit Wettswil-Bonstetten. Eine derart schwache Vorstellung wie in der Schlussphase gegen Schöftland würde gegen das Spitzenteam wohl ein Debakel absetzen.

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