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Aargauer Cupfinal: Gewinnt Rothrist wieder klar gegen Windisch?

Rothrists Assistenztrainer Leonardo Moccia erwartet im Aargauer Cupfinal ein enges Spiel gegen Windisch. «Leo» nennen sie den 45-Jährigen – und er zieht im Hintergrund die wichtigen Fäden.

Pascal Kamber
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Leonardo Moccia (links) unterstützt Rothrists Trainer Willy Neuenschwander (2. von links).

Leonardo Moccia (links) unterstützt Rothrists Trainer Willy Neuenschwander (2. von links).

Der FC Rothrist reitet zurzeit auf einer Erfolgswelle. Am vergangenen Wochenende verkürzte der Aargauer 2.-Ligist mit dem 3:0-Heimsieg gegen Mutschellen seinen Rückstand auf Tabellenführer Lenzburg auf einen Punkt. Damit hält er den Traum vom Doublegewinn weiterhin am Leben.

Den ersten von zwei Titeln könnte sich die Mannschaft von Trainer Willy Neuenschwander bereits heute sichern, wenn sie um 18 Uhr im Stadion Au in Brugg den Aargauer Cupfinal gegen Windisch bestreitet.

«Am liebsten hätten wir beide», antwortet Leonardo Moccia lachend auf die Frage, ob er am Ende der Saison den Meister- oder doch eher den Cuppokal in den Händen halten möchte.

Cupfinal: Zweimal gegen den FC Brugg

Neben dem FC Rothrist haben sich drei weitere Mannschaften aus der Region für den Aargauer Cupfinaltag im Stadion Au in Brugg qualifiziert. Die Senioren des FC Kölliken treffen auf den Ligakonkurrenten FC Birr und sehen sich mit der Aussenseiterrolle konfrontiert. Vor einer speziellen Ausgangslage stehen die zwei Mannschaften vom Team Regio Zofingen. Sowohl die C- als auch die D-Junioren bestreiten ihr Endspiel gegen den FC Brugg. Während die D-Junioren nach zwei Final-Niederlagen in Serie endlich ihren ersten Titel gewinnen wollen, bestreiten die C-Junioren innerhalb von sieben Jahren bereits ihr fünftes Endspiel. Die Equipe von Trainer Baruch Rosenblum hat sämtliche fünf Finals mit einem Torverhältnis von 20:0 gewonnen und tritt in Brugg als Titelverteidiger an. (PKA)

Etwas ernsthafter fügt der 45-jährige Assistenz- und Torhütertrainer des FC Rothrist hinzu, dass man die Schlussphase der Saison so nehmen wolle, wie sie kommt – inklusive Cupfinal.

«Wir müssen unbeschwert in die Partie einsteigen und sie geniessen, schliesslich ist die Teilnahme im Final ein tolles Erlebnis», sagt Moccia.

Obwohl die Rothrister beide Meisterschaftsduelle gegen Windisch mit 5:0 und 3:0 äusserst souverän für sich entscheiden konnten, ist der Trimbacher davon überzeugt, dass das Endspiel eine enge Sache wird.

«Die Resultate täuschen. In beiden Partien hatte Windisch die erste Torchance, wir waren am Ende einfach effizienter», blickt Leonardo Moccia, der von allen «Leo» gerufen wird, auf die direkten Begegnungen zurück.

Weil Windisch offensiv etwas bewegen will und nicht hinten stehen bleibt, erwartet er einen unangenehmen Konkurrenten auf dem Platz. «Das wird mit Sicherheit kein Selbstläufer», warnt Moccia.

Trotzdem haben die Rothrister die Gewissheit, dass sie das nötige Rüstzeug für den Erfolg besitzen. Auf dem Weg in den Final hat der FCR Niederwil (3:1), Niederlenz (2:0), Neuenhof (5:1) und Entfelden (5:1) in beeindruckender Manier bezwungen und sich mit einem 1:0 in Wettingen für das Endspiel qualifiziert.

Einzig im 1/16-Final gegen Niederlenz bekundeten die Rothrister mehr Mühe, als ihnen lieb war. «Die Partie stand lange auf der Kippe und hätte auch anders ausgehen können», sagt Moccia.

Aargauer Cupfinaltag Brugg

Donnerstag, 10.30 Uhr: Veteranen: Mladost Aarau - Würenlos. Junioren C: Brugg - Team Regio Zofingen. Juniorinnen: Zelgli Aarau - Bremgarten. - 12.30 Uhr: Senioren: Birr - Kölliken. Frauen: Bremgarten - Erlinsbach. Junioren D: Brugg - Team Regio Zofingen. - 15 Uhr: Junioren A: Baden - Windisch. Junioren B: Team Aargau Mitte - Wohlen. Oldies: Mellingen - Spreitenbach. - 18 Uhr: Aktive: Rothrist (2. Liga) - Windisch (2.).

Gewohnte Vorbereitung

Für die letzten Stunden vor dem Anpfiff haben Willy Neuenschwander und sein Assistent ausser einem kleinen Essen nichts Besonderes geplant. Die Vorbereitung auf den Cupfinal soll im gewohnten Rahmen wie bei Meisterschaftspartien ablaufen.

«Motivieren müssen wir die Spieler nicht mehr gross», sagt Leonardo Moccia. Der frühere Assistenztrainer des SC Zofingen wird auch in Brugg dafür sorgen, dass die Mannschaft ideale Bedingungen vorfindet.

Nebenbei führt er Gespräche mit den Spielern und leitet Willy Neuenschwander Informationen weiter, damit dieser unter Umständen einige Anpassungen anbringen kann. «Ich arbeite eher im Hintergrund», sagt Leonardo Moccia, «aber das ist auch gut so.»