Behindertensport
Aargauer Bolliger startet an der Para-cycling-WM in Italien

Der Bottenwiler Para-cycling-Fahrer Roger Bolliger startet an der Weltmeisterschaft in Italien in drei Kategorien. Dabei hat der 41-Jährige auch die Paralympics in Rio stets im Blick.

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Mit guten Leistungen kann sich Bolliger für die Paralympics qualifizieren.

Mit guten Leistungen kann sich Bolliger für die Paralympics qualifizieren.

Swiss Paralympic Committee

Vom 17. bis 20. März 2016 werden die besten Bahnfahrer der Sportart Para-cycling im norditalienischen Montichiari um Weltmeistertitel kämpfen. Für die Schweiz wird Roger Bolliger aus Bottenwil (AG) in drei Disziplinen an den Start gehen. Mit guten Platzierungen will er wertvolle Weltranglistenpunkte für die Paralympics in Rio sammeln.

Steckbrief:

Name: Roger Bolliger
Adresse: Hauptstrasse 366, 4814 Bottenwil
Geburtsdatum: 17. November 1974
Behinderung: rechter Oberschenkel amputiert
Grund: Arbeitsunfall
Wettkampfklasse: MC2, Rennrad
Beruf: Technischer Kaufmann

Rad-Bahn WM-Resultate der letzten Jahre:

2015: 11. Rang im Zeitfahren über 1000 m, 11. Rang in der Verfolgung über 3000 m 14. Rang im Scratch

2014: 5. Rang im Zeitfahren über 1000 m, 8. Rang in der Verfolgung über 3000 m

2011: 16. Rang im Zeitfahren über 1000 m, 15. Rang in der Verfolgung über 3000 m

Roger Bolliger, der mit dem Nationaltrainer Daniel Hirs und dem Physiotherapeuten Adrian Stucki nach Montichiari reisen wird, hat sich für die Weltmeisterschaften auf der Bahn einiges vorgenommen: «Mein Ziel ist es, viele Quotenpunkte für Rio herauszufahren». Ihm ist klar, dass es dafür auf der schnellen Bahn ausserordentliche Leistungen brauchen wird. «Ich fühle mich gut und visiere sowohl im 1-km-Sprint als auch in der 3-km-Einzelverfolgung neue Bestzeiten an», ergänzt der ambitionierte Aargauer sein Statement.

Komplexes Qualifikationsverfahren

Die Berechnungen für die Anzahl Startplätze einer Nation in der Sportart Para-cycling für die Paralympics sind komplex. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Weltranglistenpunkte des bestklassierten nationalen Athleten pro Behinderungsklasse. Da Roger Bolliger der einzige Schweizer in der Klasse MC2 ist, sind seine Punkte für die Schweiz besonders wichtig. Je mehr Punkte eine Nation erreicht, desto mehr Startplätze erhält sie in der Endabrechnung.