Handball
Aargauer Aufstiegs-Drama geht weiter: TV Endingen zieht Beschwerde vor höchste Instanz weiter

Die Disziplinarkommission des Handballverbandes war am Freitag nicht auf den Protest des TV Endingen gegen die Wertung des NLB-Spiels gegen den HSC Suhr Aarau eingegangen. Nun ziehen die Surbtaler die Beschwerde vor das Verbandssportgericht.

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Nach Aufstiegs-Drama gegen Suhr Aarau: TV Endingen zieht den Protest weiter vors Verbandssportsgericht.

Nach Aufstiegs-Drama gegen Suhr Aarau: TV Endingen zieht den Protest weiter vors Verbandssportsgericht.

Alexander Wagner

Der TV Endingen hatte mit dem 29:29-Unentschieden gegen den HSC Suhr Aarau vor einer Woche den direkten Aufstieg in die NLA verpasst. Stattdessen stiegen gar die Gegner in die höchste Schweizer Handball-Liga auf.

Die Surbtaler beschwerten sich danach aber darüber, dass man in diesem entscheidenden Spiel um wichtige Spielsekunden für den Siegtreffer und damit auch den Aufstieg betrogen wurden.

Auf die Beschwerde ist die Disziplinarkommission des Handballverbandes am Freitag aber nicht eingegangen – Begründung: Der formelle Protest sei zu spät gekommen und hätte schon während des Spiels erfolgen müssen.

Eben genau dies getan zu haben, beteuerten wiederum die Surbtaler, ihre Beschwerde sei in der allgemeinen Hektik des Spiels untergegangen. Daher zieht der TV Endingen den Fall nun weiter ans Verbandssportgericht, wie das «Regionaljournal» des Radionsenders «SRF» vermeldet.

Egal, wie die höchste sportrechtliche Instanz in der Schweiz nun entscheidet, der Aufstieg in die Nationalliga A ist für den TV Endingen immer noch zu holen – und zwar über die Barrage gegen Gossau.

Um diese Sekunden geht es

Streitpunkt sind die letzten Sekunden des Spiels. Sechs Sekunden waren noch auf der Uhr, als die Endinger beim Stand von 29:29 einen Freiwurf ausführen wollten. HSC-Spieler Martin Prachar hielt nun den Abstand auf den Endinger nicht ein, der auf 9 Metern den Ball hielt, um den Freiwurf auszuführen, und erhielt dafür die Rote Karte.

Als das Spiel wieder aufgenommen wurde, waren nur noch zwei Sekunden auf der Matchuhr. Am Zeitnehmertisch ging man wohl davon aus, dass zum Zeitpunkt, in dem Prachar losstürmte, der Schiedsrichter das Spiel wieder angepfiffen hatte und dieses wieder freigegeben war. (edi)

Impressionen vom ersten Aufstiegsdrama zwischen Endingen und Suhr (29:29) Der Endinger Simon Huwyler lässt den Kopf hängen. Im Hintergrund feiern die Suhrer.
17 Bilder
Die Enttäuschung bei Endingen ist kurz nach dem Abpfiff gross. Suhr Aarau steigt dank dem 29:29 auf, Endingen fehlte nur ein Tor.
Endinger Anhänger in der mit 2136 Zuschauern gefüllten Halle
Ljubormir Josic (Suhr) vor toller Kulisse in der GoEasy-Arena.
Karlo Ladan (links, Endingen) gegen Stevan Kurbalija (rechts, Suhr).
Beau Kägi (links, Suhr) gegen Goalie Andre Willimann (rechts, Endingen).
Christian Riechsteiner (links, Endingen) gewinnt ein Penaltyduell gegen Martin Pramuk (rechts, Suhr): Riechsteiner trifft 10 Mal in diesem Match, 5 Mal von der Siebenmeterlinie.
Tim Aufdenblatten (Mitte, Suhr) gegen Lukas Riechsteiner (links) und Karlo Ladan (rechts, beide Endingen).
Die Fans des TV Endingen gaben alles.
Endingens Captain Christian Riechsteiner (links, Endingen) gegen Patrick Romann (rechts, Suhr).
Der Endinger Lukas Riechsteiner beim Abschluss - er erzielte drei Tore in der Nervenschlacht.
Der Zurzibieter Patrick Romann von Suhr Aarau (Mitte) erzielt den letzten und entscheidenden Treffer für sein Team. Im Bild ist gegen Karlo Ladan (links) und Christian Riechsteiner (rechts) vom TV Endingen.
Letztes Time-Out. Und alle stehen in der Halle - Endingen gelingt kein Tor mehr, es bleibt beim 29:29.
Suhr Aarau steigt nicht nur auf, sondern holt sich auch den NLB-Meister-Pokal.
Der Jubel bei Suhr Aarau ist gross.
So jubelt Suhr Aarau mit den Fans nach der Nervenschlacht gegen Endingen.
Der in Bad Zurzach aufgewachsene Patrick Romann (links) feiert mit Lukas Strebel (rechts, beide Suhr) den Aufstieg.

Impressionen vom ersten Aufstiegsdrama zwischen Endingen und Suhr (29:29) Der Endinger Simon Huwyler lässt den Kopf hängen. Im Hintergrund feiern die Suhrer.

Alexander Wagner