Schon vor Wettkampfbeginn gab es schlechte Neuigkeiten für die Knaben-Finalmannschaft aus Aarau. Federico Salghetti-Drioli lag mit einer Angina im Bett und konnte seine Aufgabe im Team nicht wahrnehmen. Alternativen wurden schnell gefunden, aber ganz ohne Punkteverluste würde dieser Ausfall nicht ausgehen.

Und trotz solidem Start der Aarefische fand man sich nach den ersten fünf Rennen auf dem 6. Rang wieder - der Vorsprung auf die Podestplätze war bereits beachtlich. Bevor Ariël Asti erstmals gegenüber den genannten Vereinen punkten konnte, hatten die Aarefische nach fünf Rennen einen fünften, drei achte und einen zehnten Platz erreicht und nichts deutete auf eine Medaille hin.

Nach dem ersten Abschnitt resultierte immer noch der fünfte Platz. Bern war mit 200 Punkten Vorsprung auf den zweiten Rang in weite Ferne gerückt und auch der direkte Gegner Genève Natation war bereits 100 Punkte voraus auf dem dritten Zwischenrang, selbst Uster Wallisellen lag noch vor den Aarefischen.

Toller Schlussspurt

Die Knaben wussten um ihre Stärke im Nachmittagsabschnitt, holten zunächst aber nur langsam auf. Uster-Wallisellen wurde zwar bald überholt, aber nur zwei direkte Siege und zwei weitere Niederlagen gegen Genève brachten nicht die gewünschten Punkte. Vier Rennen vor Schluss lagen die Aarauer mit 77 Punkten Rückstand auf dem 4. Platz hinter Genf. 

Dann kam die Aarefisch-Schluss-Stunde. Deutlicher Sieg von Ariël Asti über 200m Brust und damit ein riesiger Punktegewinn, erstmals dritter Zwischenrang. Zwei weitere Niederlagen folgten, aber Sven Thalmann, der direkt neben dem Gegner aus Genf sein viertes Rennen über 1500m Freistil schwamm, verteidigte die Punkte mit Klauen und Krallen und liess sich nicht abschütteln und verlor nur 8 Punkte. 

Auch Noah Oskam unterbot seine persönlich Bestzeit um 2 Sekunden über 100m Lagen und hielt den Schaden in Grenzen und so herrschte vor dem letzten Rennen des Wettkampfes wieder praktisch Punktegleichstand. Die Aarefische wussten dann, dass Kai Riemenschneider nun mit dem 50 Meter Freistilsprint den Sieg heimbringen würde und so war es auch. 

Mädchen: 11. Rang und Sieg von Oivia Sindico

Schliesslich fehlten gar nur noch 90 Punkte auf den zweitplatzierten Schwimmklub Bern.  Die Mannschaft aus Aarau war stolz auf ihre Leistung und den erreichten dritten Platz. Die Basis für diese spezielle Leistung legten Nick Taugwalder, Noah Oskam und Sven Thalmann, die sich von den Gegnern nie viel Punkte abknöpfen liessen und mit Bestzeiten zum Punktetotal von 8004 Punkten beigetragen haben. 

Ariel und Kai holten mit ihren Podestleistungen extra viele Punkte. Sieben Jahre nach dem bisher besten Aarefisch Ergebnis als Vierte, darf sich nun der Schwimmclub Aarefisch, Aarau über die Podest-Premiere freuen.

Die Mädchen waren nach 2008, 2009 und  2010 das vierte Mal in der Vereinsgeschichte im Final. Sie verbesserten sich gegenüber der Vorrunde um einen Platz und schlossen auf dem guten 11. Platz ab. Olivia Sindico holte sich einen Sieg über 200m Delfin und einen dritten Platz über 100m Delfin. Jill Huber punktete fleissig mit Rangierungen zwischen Platz 4 und 8. Das Team komplettierten Rahel Sterki, Eva Thalmann, Anina Fäs und Nora Gmür.