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Aaraus Artur Ionita spielt im Wembley gegen England

Man glaubt es kaum: Vom 21-Mann-Kader des FC Aarau stehen in den nächsten Tagen acht Spieler vor internationalen Einsätzen oder erhielten zumindest ein Aufgebot für ein Länderspiel.

Ruedi Kuhn
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Aaraus Artur Ionita fliegt mit Moldawien nach England und möchte im Wembley einen Treffer landen. key

Aaraus Artur Ionita fliegt mit Moldawien nach England und möchte im Wembley einen Treffer landen. key

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Die grösste Herausforderung hat Artur Ionita vor sich: Der 23-Jährige mit dem grossen Kämpferherz spielt am nächsten Freitag mit Moldawien in der WM-Qualifikation gegen England. «Die Partie im Wembley-Stadion in London ist das bisherige Highlight meiner Karriere», sagt Ionita. «Natürlich ist Moldawien krasser Aussenseiter. Aber wir werden versuchen, den Engländern das Leben möglichst schwer zu machen.»

Ionita möchte sich gegen England für höhere Aufgaben empfehlen. Gleiches gilt für Alexander Gonzalez. Der bald 21-Jährige kommt mit Venezuela gegen Chile und Peru zu zwei wegweisenden Spielen in der WM-Qualifikation. Und Igor Nganga trifft mit Kongo auf den Niger. Mit einem Sieg wäre Kongo im Rennen um einen Platz an der WM 2014 in Brasilien weiterhin im Rennen. Kim Jaggy erhielt ein Aufgebot für einen Test mit Haiti in Südkorea. Jaggy entschied sich jedoch, den langen Weg ans andere Ende der Welt nicht auf sich zu nehmen.

Mit Bruno Martignoni, Olivier Jäckle, Daniele Romano und Christopher Teichmann zählen vier FCA-Talente zum Kreis von Schweizer Juniorenauswahlen. Martignoni ist im Kader der U21 mit dabei, die in der EM-Qualifikation auf Lettland und Liechtenstein trifft. Jäckle darf sich Hoffnungen auf Einsätze mit der U20 gegen Italien und Deutschland machen. Romano ist im gleichen Team auf Abruf. Teichmann reist mit der U19 nach Rumänien und hofft nach der Feuertaufe mit dem FC Aarau gegen den FC Basel (1:3) und Luzern (4:2) auf weitere Spielpraxis.

René Weiler muss in den Trainings während der nächsten zwei Wochen also auf mehrere Titulare verzichten. Nach der bitteren 0:1-Niederlage gegen Sion geht es für den Trainer des FC Aarau darum, die Mannschaft bei Laune zu halten und an der Chancenverwertung zu feilen. Gegen die Walliser verpassten Davide Callà, Remo Staubli, Linus Hallenius und Nganga hochkarätige Möglichkeiten. Das muss in der Cuppartie beim SC Buochs in knapp zwei Wochen besser werden. «Chancen hatten wir gegen Sion mehr als genug», sagt Weiler. «Den Spielern fehlten vor dem Tor der Walliser die nötige Ruhe und Abgeklärtheit.» Mit dieser Aussage trifft Weiler zweifellos ins Schwarze. Das Toreschiessen ist in erster Linie eine Frage der Qualität. Und an Stürmern mit Qualität und Super-League-Format fehlt es im Kader des FC Aarau. Oder platzt bei Hallenius irgendwann doch der Knoten?

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