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Aarauer Zahlenspiele und eine frohe Botschaft vor dem Spiel gegen Wil

Zweikampf- und kopfballstark: Aaraus Artur Ionita (links). Foto: Christian Boss

Zweikampf- und kopfballstark: Aaraus Artur Ionita (links). Foto: Christian Boss

Der FC Aarau kann gegen die Ostschweizer die Weichen in Richtung Super League stellen. Räumt der Moldawier Artur Ionita die Ostschweizer am Sonntag-Nachmittag im Alleingang aus dem Weg?

Die folgende Klausel im Vertrag von Artur Ionita lässt keine Zweifel aufkommen: Absolviert der erst 22-Jährige 60 Prozent der Spiele in dieser Saison – so steht es schwarz auf weiss geschrieben – verlängert sich die Zusammenarbeit mit dem FC Aarau automatisch um ein Jahr.

Genau nachgerechnet

60 Prozent? Dann rechnen wir mal: Die Saison 2012/13 umfasst 36 Spiele. Das sind also 100 Prozent. Brechen wir das Ganze auf 10 Prozent runter, so kommen wir auf 3,6 Spiele. Nun multiplizieren wir die 3,6 Spiele mit der Zahl 6, dann kommen wir frei nach Adam Riese auf 21,6 Spiele. Der Vertrag von Ionita verlängert sich also nach exakt 21,6 Spielen. Weil Aaraus Nummer 23 von den bisherigen 25 Partien 24 von Beginn an bestritten hat, ist der Fall klar: Ionita ist vertraglich seit kurzer Zeit bis 2014 an den FC Aarau gebunden.

Ionita einer der Aarauer Top 3

Das ist eine erfreuliche Nachricht. Ionita zählt mit Rechtsverteidiger Silvan Widmer und Flügelstürmer Davide Callà nämlich zu den Top 3 vom Leader der Challenge League. Ionita ist konditionell voll auf der Höhe, hat überdurchschnittliche Zweikampfwerte und ist kopfballstark. Der 1,85 Meter grosse Modellathlet spielt auf konstant hohem Niveau. Seine Stärke liegt zweifellos in der Defensive. Hin und wieder lässt er auch seine Torgefahr aufblitzen. In dieser Saison hat er jedenfalls bereits vier Tore erzielt.

Erstaunliche Entwicklung hinter sich

Ionita steht beim FC Aarau seit Mitte Juni 2009 unter Vertrag. Den Transfer eingefädelt hat der frühere Sportchef Fritz Hächler. Nach harten Zeiten, Verletzungspech und der Verbannung auf die Ersatzbank hat Ionita in den vergangenen eineinhalb Jahren eine erstaunliche Entwicklung gemacht.

Kein Aufstieg, kein Ionita

In 62 Meisterschaftsspielen mit dem FCA gelangen ihm zehn Tore. «Wenn wir den Aufstieg nicht schaffen», sagt der Aarauer Sport-Koordinator Urs Bachmann, «müssen wir allerdings damit rechnen, dass Ionita uns verlassen wird. Steigen wir auf, dann bleibt er höchstwahrscheinlich in Aarau.» Ionita hält fest: «Mir gefällt es im Brügglifeld. Ich möchte in der nächsten Saison aber unbedingt in der Super League oder bei einem Klub im Ausland spielen.»

Kein Mangel an Angeboten

An Angeboten dürfte es Artur Ionita nicht fehlen. Schliesslich zählt der Moldawier zu den besten Spielern der Challenge League. Dank der Vertragsverlängerung bis 2014 müssen Interessenten am zentralen Mittelfeldspieler des Leaders allerdings tief ins Portemonnaie greifen. Die Ablösesumme für Ionita dürfte bei rund einer Million Franken sein.

So viel kosten nun mal junge, dynamische und erfolgreiche Spieler des FC Aarau. Mindestens so viel.

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