FC Aarau
Aarauer Hoffnungen lasten auf Marco Schneuwly – der wiegelt ab: «Man darf nicht alles auf mich abstützen»

Obwohl der FC Aarau gegen Servette verloren hat, träumen die Fans vom Aufstieg in die Super League. Die Hoffnung liegt dabei ganz auf Stürmer Marco Schneuwly.

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Der FC Aarau hat sein Startspiel verloren, 0:2 zuhause gegen Servette. Etwas ist aber anders als in der Vergangenheit: Die Fans glauben an die Mannschaft. Der Regionalsender Tele M1 hat sich während des Spiels auf dem Brügglifeld bei den Fans umgehört. Viele Anhänger sind optimistisch: "Wir spielen gut miteinander. Ich bin zuversichtlich für die Saison." – "Ich glaube, die Chemie in der Mannschaft stimmt. Der Trainer ist auch gut. Wir haben Hoffnung, dass es aufwärts geht." – "Ich habe ein gutes Gefühl, sie spielen gut. Aber sie sollten auch die Tore machen."

Die Hoffnungen lasten besonders auf einem der Top-Transfers dieses Sommers: auf Stürmer Marco Schneuwly. "Ich muss fast Marco Schneuwly sagen. Etwas anderes bleibt mir nicht übrig", sagt ein Fan stellvertretend.

Schneuwly ist es denn auch, der die beste Aarauer Chance des Spiels hat – und vergibt. Seiner Rolle als Hoffnungsträger ist sich der 33-Jährige bewusst, wiegelt aber ab: "Ich glaube, man darf nicht alles auf mich abstützen."

Trotz Startniederlage bleibt man beim FCA optimistisch. Trainer Patrick Rahmen sagte nach dem Spiel: "Wir wollen uns nach vorne orientieren. Das haben wir heute absolut bestätigt, auch wenn wir das Spiel verloren haben." Die nächste Chance auf einen Sieg hat der FCA am Freitag in Winterthur. Anpfiff ist um 20 Uhr.

Die Noten der FCA-Spieler gegen Servette:

Steven Deana: 4 Er hatte kaum Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Bei den sehenswerten Weitschuss-Toren von Routis und Wüthrich war er absolut chancenlos.
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Elsad Zverotic: 4,5 Der neue Patron in der Defensive machte seine Sache ansprechend und hielt die Dreierabwehrkette zusammen. Ein vielversprechender Einstand!
Giuseppe Leo: 4 Er hatte die heikle Aufgabe, Servettes trickreichen Flügelstürmer Steven Lang in Schach zu halten. Das gelang ihm ordentlich. Ein solider Verteidiger!
Linus Obexer: 3,5 Sein Ballverlust ohne Not auf der linken Abwehrseite stand am Ursprung des Führungstores für Servette. Steigerte sich aber im Verlauf der Partie.
Nicolas Schindelholz: 3,5 Ein ungenügender Auftritt. Er wirkte in seinem Abwehrverhalten oft hölzern. Zudem unterliefen ihm einige Fehlpässe ohne Not. Muss sich steigern.
Raoul Giger: 4,5 Er ist ein Kämpfer vor dem Herrn und erfüllte die defensiven Pflichten. Im Spiel nach vorne zeigte er gute Ansätze. Manchmal ein wenig zu ungestüm.
Gianluca Frontino: 3,5 Sein Ballverlust stand am Ursprung des 2:0 für Servette. Im Wissen um sein Potenzial liess der Captain viele Wünsche offen. Wo war seine Gefährlichkeit?
Mats Hammerich: 4 Die Rolle als „Scheibenwischer“ und Ballverteiler vor der Dreierabwehrkette liegt ihm. Nach vorne ohne klare Linie. Von ihm kam wenig Konstruktives.
Norman Peyretti: 3,5 Mit gutem Willen und viel Eifer. Aber er wirkt in seinem Spiel oft wirr und ungestüm. Unter dem Strich kam nichts, gar nichts Zählbares heraus.
Marco Schneuwly: 3,5 Der Mittelstürmer liess seine Klasse einige Male aufblitzen. Zwei gefährliche Zuspiele und eine vergebene Grosschance sind ganz einfach zu wenig.
Mickael Almeida: 4,5 Der portugiesische U20-Nationalspieler ersetzte in der 58. Minute Giuseppe Leo und brachte ein wenig Schwung in die Angriffsmaschinerie. Stark am Ball, aber ohne Torgefahr!
Varol Tasar: 3,5 Nach einem Solo hatte er das frühe 1:0 auf dem Fuss und scheiterte knapp. Nach dem 0:2 wollte er mit dem Kopf durch die Wand. Das ging schief!
Miguel Peralta: Keine Note Er kam in der 76. Minute für Norman Peyretti und verfehlte das Ziel kurz vor Schluss mit einem Flachschuss nur knapp. Zu kurzer Einsatz für eine Note.
Martin Liechti: Keine Note Er kam in der 83. Minute für Varol Tasar. Für ihn gilt das Gleiche wie für Pepsi. Zu kurzer Einsatz für eine Note.
Gezim Pepsi: Keine Note Er kam in der 83. Minute für Mats Hammerich und hatte keinen grossen Einfluss aufs. Zu kurzer Einsatz für eine Note.

Steven Deana: 4 Er hatte kaum Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Bei den sehenswerten Weitschuss-Toren von Routis und Wüthrich war er absolut chancenlos.

zvg

(mwa)