Basketball

Aarau lässt Vevey alt aussehen im NLB-Spitzenkampf vor Rekordkulisse

Dejan Hohler und seine Teamkollegen begeistern die 450 Zuschauer. Quelle: Alexander Wagner

Dejan Hohler und seine Teamkollegen begeistern die 450 Zuschauer. Quelle: Alexander Wagner

Alte Kanti Aarau dominierte das Match gegen Vevey Riviera von A bis Z und holt sich dank dem nie gefährdeten 86:58-Heimsieg den Wintermeistertitel. Bester Werfer vor 450 Zuschauern war Mladen Radic mit 21Punkten.

In der Telli war alles bereit für ein grosses Basketballfest. Die Affiche zwischen den beiden besten NLB-Klubs versprach hochklassigen Sport, die Rekordkulisse mit 450 Zuschauern sorgte für einen würdigen Rahmen und der Weihnachtsapéro für nach dem Spiel war vorbereitet. Doch die Stimmung wollte während des Spiels nicht richtig aufkommen. Das lag nicht daran, dass das Heimteam schlecht gespielt hätte – im Gegenteil. Die Aarauer waren derart überlegen, dass sie bereits nach vier Minuten mit 10:1 in Führung lagen und den Vorsprung danach kontinuierlich ausbauten. 45:27 stand es zur Pause und nach 40 Minuten hiess es gar 86:58.

Als Kollektiv überzeugt

Das Team von Milenko Tomic liess nie Zweifel über den Ausgang der Partie aufkommen, stand in der Defensive kompakt und überzeugte mit schnellem Umschalten von Verteidigung auf Angriff. Vor allem das Duo Dejan Hohler und Marco Lehmann enteilte den Westschweizern ein ums andere Mal. Dass sich die beiden gut verstehen, ist kein Zufall. «Ich absolviere regelmässig Extratrainings mit Dejan», erklärt Lehmann, der in seiner ersten NLB-Saison den Durchbruch bereits geschafft hat. Doch nicht nur Hohler und Lehmann verstanden sich blind, die gesamte Mannschaft des BC Alte Kanti Aarau überzeugte als Kollektiv. Für einmal ragte kein Akteur heraus. «Das war eines unserer besten Spiele in dieser Meisterschaft. Mit einem so klaren Sieg konnten wir nicht rechnen», bilanzierte Assistenztrainer Oliver Berger nach dem Spiel.

Gewichtiger Ausfall

Ganz anders sah es bei den Gästen aus. Diese taten sich schwer mit der aggressiven Aarauer Verteidigung. Mit Ausnahme des erst 18-jährigen Arben Hoxha, der eine starke Partie zeigte, liessen die Vevey-Spieler Spritzigkeit, Tempo und Kreativität vermissen. Stellvertretend dafür die Leistung von Kgomotso Sefolosha: Der Bruder von NBA-Star Thabo, der normalerweise über 20 Punkte pro Partie wirft, versenkte in der ersten Hälfte nur gerade einen Wurf. «Wir haben versucht, die besten Spieler von Vevey zu neutralisieren und schnell zu spielen. Das ist uns sehr gut gelungen», meinte Lehmann. Fairerweise muss jedoch angemerkt werden, dass bei den Westschweizern mit Domenico Marcario der klar stärkste Akteur fehlte, was das Team erheblich schwächte.

Dennoch dürfen sich die Aarauer über eine nahezu perfekte Qualifikationshinrunde freuen. Trotz zehn Siegen aus elf Partien sieht Oliver Berger aber noch Steigerungspotenzial für den Rest der Saison. «Es gilt, vor allem in der Offensive noch einige kleine Fehler auszumerzen. Wir haben aber einen super Zusammenhalt im Team und sind auf gutem Weg.»

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