Aarau
Knall im Brügglifeld: FC Aarau-Präsident Philipp Bonorand tritt zurück

Der Präsident des FC Aarau hat am Dienstagabend seinen Rücktritt auf die kommende Generalversammlung verkündet.

Nadja Rohner
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 FC-Aarau-Präsident Philipp Bonorand stellt sich nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung.

FC-Aarau-Präsident Philipp Bonorand stellt sich nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung.

Mathias Förster

Am Dienstagabend um 19.50 Uhr lässt Philipp Bonorand die Bombe platzen: Er habe gleichentags dem Verwaltungsrat der FC Aarau AG seinen Rücktritt verkündet. Dies per Datum der nächsten ordentlichen Generalversammlung vom 12. Juni. Er schreibt in seiner Medienmitteilung: «Von 2019 bis 2023 während dreier Jahren als Präsident und einem Jahr als Vizepräsident sowie zwischen 2000 und 2008 in verschiedenen Tätigkeiten als Mitglied der operativen Geschäftsleitung bzw. des Vereinsvorstands habe ich mich während 12 Jahren ehrenamtlich und mit viel Leidenschaft und Herzblut für den FC Aarau eingesetzt.»

Nach den Fan-Krawallen vom Samstagabend hatte Bonorand im «Blick» schon angedeutet, dass er einen Rücktritt in Betracht zieht. Er sagte dort: «Schon in den vergangenen Wochen sind einige Dinge passiert – und nun das. Ich weiss, was wir intern leisten und wie viel Mühe sich jeder hier gibt. Und dann bin ich plötzlich zur Entscheidung gezwungen, was zu tun ist, um die Gesundheit der Menschen im Stadion zu gewährleisten. Ich liebe den FC Aarau, aber natürlich mache ich mir diese Gedanken.»

Zur AZ sagte er im Interview im Rückblick auf die Ereignisse vom Samstagabend: «Es geht mir sehr an die Nieren, und auch ich muss das Erlebte erst einmal verarbeiten.»

In einer nüchternen Stellungnahme schreibt der Verein: «Philipp Bonorand hat sich während 12 Jahren in verschiedenen Tätigkeiten ehrenamtlich und mit viel Leidenschaft und Herzblut für den FC Aarau eingesetzt. Der Verwaltungsrat wird sich der Suche nach der Nachfolgelösung annehmen.»