Der Fluch vom Verlieren gegen vermeintlich schlechter platzierte Gegner scheint nun aus dem Weg geräumt – und die Serie, in der die Aarauerinnen zu Hause ungeschlagen bleiben, geht weiter. Mit dem 4:1 gegen Küssnacht lassen die Aarauerinnen dem Gegner nicht den Hauch einer Chance.

Die erste Halbzeit im Aarauer Schachen war jedoch alles andere als eine Augenweide für einen Fussballfan. Kaum gute Chancen auf beiden Seiten, viel verlorene Bälle im Mittelfeld. Einzig ein Lattenschuss der Gäste brachte den Zuschauern Spektakel. Triste erste Halbzeit zu tristem Wetter, die Partie glich bis dahin einem Freundschaftsspiel.

Starke zweite Halbzeit

Viel mehr Spannung brachte dann aber die Halbzeit zwei. Fünf Tore innert 33 Minuten. Angefangen hat es mit einem Tor von Sarah Hediger in der 56. Minute. Nach mehreren vergebenen Chancen von Sturmkollegin Locati konnte sie das Heimteam in Führung bringen.

Weiter mit dem Aarauer Torregen ging es rund zwanzig Minuten später. Die in der 60. Minute eingewechselte Lara Süess traf nach zwei schönen Kombinationen innert sechs Minuten gleich doppelt. Kaum war der Ball aber an der Mittellinie, gab es gleich noch einen Funken Hoffnung für die Gegner aus Küssnacht. Noch fünf Spielminuten und zwei Tore aufzuholen. Die gute Leistung von Vogt im Aarauer Tor liess den Gegnern aber keine Chance auf einen weiteren Treffer. Den Abschluss machte Mara Gloor mit dem Treffer zum 4:1, eine Minute vor Spielschluss.

Nach der Partie war auch eine gewisse Erleichterung aufseiten von Aarau zu spüren. 13 Punkte Vorsprung haben sie nun auf Küssnacht, vier Spiele bleiben den Beiden noch. Es müsste also grosses Geschehen, dass Küssnacht die Aarauer noch einholt. Und Schlieren steht ebenfalls noch zwischen den Beiden.

Und auf Schlieren wird Aarau auch nächsten Samstag treffen. Zum zweitletzten Auswärtsspiel der Saison. Mit drei Punkten in Zürich wäre der Ligaerhalt definitiv gesichert. Auch wenn sie dies nie zu bezweifeln hatten. „Ich denke nicht, dass wir Abstiegsgefährdet sind“, sagte Trainer Charles Grütter bereits vor einigen Spieltagen. Und das Problem mit dem verlieren gegen schlechter platzierte Teams scheint nun ja auch gelöst. Die definitive Antwort auf diese Frage werden wir aber nächsten Samstag bekommen.