Fussball
Aarau-Abwehrchef ist unter der Haube: Garat heiratet seine Belén

Der Argentinier hat in Maria Belén Flores Mejias sein Glück gefunden. Auf dem Platz ist der Verteidiger seit langem wieder der Turm in der Abwehr. Deswegen möchte der 30-Jährige seinen auslaufenden Vertrag gerne verlängern.

Ruedi Kuhn
Drucken
Teilen
Strahlen um die Wette: Juan Pablo Garat hat auch neben dem Platz sein Glück gefunden.

Strahlen um die Wette: Juan Pablo Garat hat auch neben dem Platz sein Glück gefunden.

EMANUEL PER FREUDIGER

Juan Pablo Garat nimmt Maria Belén Flores Mejias in seine Arme und drückt sie fest an sich. Das junge Paar aus Argentinien küsst sich. Der Abwehrchef des FC Aarau und seine Frau strahlen um die Wette. Kurz zuvor haben sich die Beiden das Ja-Wort gegeben. Zivilstandsbeamtin Jennifer Jurt bedankt sich bei allen Gästen.

Der offizielle Teil der Trauung ist zu Ende. Das Stimmungsbarometer steigt und steigt. Braut und Bräutigam werden mit Konfettis beworfen und trinken Champagner. Es folgt ein Blitzlichtgewitter. Logisch, dass einer der schönsten Augenblicke im Leben der zwei frisch Verheirateten von Freunden und Kollegen festgehalten werden muss.

Fast die ganze Mannschaft dabei

Kurze Zeit später organisiert das Ehepaar Garat eine kleine Feier im Einstein in Aarau. Beim Apéro mit dabei ist beinahe die ganze Mannschaft des FC Aarau.

Garat wird in Zukunft mit Belén und ihrer zwölfjährigen Tochter Pilar in einer Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung in Suhr wohnen. Die Familie möchte sich in der Schweiz niederlassen. Belén ist ausgebildete Operationsschwester, will möglichst schnell die deutsche Sprache lernen und danach auf Jobsuche gehen.

Zu alter Stärke zurückgekehrt

Garat hat beim FC Aarau keine einfachen Zeiten hinter sich und verlor zwischenzeitlich sogar den Stammplatz. Seit Beginn dieser Saison zählt er wieder zu den Teamstützen. Nach dem Aufstieg in die Super League startete der 30-Jährige gleich im ersten Spiel durch und erzielte bei der 1:3-Niederlage in Basel den einzigen Treffer für den Super-League-Aufsteiger.

Nach dem Erfolgserlebnis sprintete Garat in Richtung FCA-Spielerbank und zeigte mit dem Finger auf René Weiler.

«Ich wollte dem Trainer mit dieser Geste klar machen, dass er wieder voll auf mich setzen kann», blickt der Abwehrspieler zurück. Eine kleine Sternstunde erlebte Garat im Cupspiel in Buochs. Beim 5:1-Sieg gegen die Zentralschweizer wurde er zum Matchwinner – ihm gelang mit drei Kopfball-Toren in der ersten Halbzeit ein Hattrick.

Klare Vorstellungen

Dank der Heirat mit der 29-jährigen Bélen scheint Garat sein privates Glück gefunden zu haben. Neben dem Spielfeld läuft also alles nach Plan. Was die Fortsetzung seiner Karriere betrifft, hat er ebenfalls klare Vorstellungen.

«Ich möchte beim FC Aarau bleiben und meinen Ende Saison auslaufenden Vertrag möglichst schnell verlängern», erklärt Garat.

Hält sein Leistungshoch an, dürfte ihm die Führungscrew wohl bald einen neuen Zweijahresvertrag anbieten.

Es könnte sich lohnen. Wie heisst eine der ältesten Fussballweisheiten so schön: Ist ein Profi erst einmal unter der Haube, spielt er eine Klasse besser als zuvor.

Aktuelle Nachrichten