Laufsport
700 Läuferinnen und Läufer sausen durch Rohrdorf

Unter dem Motto «Lauf mit Herz» starteten am Samstag an den beiden Jubiläumsläufen «65. Quer durch Rohrdorf» und «20. Rohrdorfer Frühlingslauf» um die 70 Mannschaften mit fast 700 Läuferinnen und Läufern.

Patrizia Obrist
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Impressionen vom Quer durch Rohrdorf
6 Bilder
Die LV Wettingen-Baden "springt" Richtung Ziel.
STV Oberkulm in Front.
Spass am Laufen.
Schlussläufer mit langem Schritt.
Viel los in Rohrdorf.

Impressionen vom Quer durch Rohrdorf

fotojaus.ch

Der veranstaltende TSV Rohrdorf mit seinen rund 100 vereinsinternen Helfern ist und bleibt zurecht stolz auf die doppelte Sportveranstaltung, da gerade das «Quer durch Rohrdorf» als eine der ältesten Schweizer Laufsportveranstaltungen gilt. Was die Faszination eines solchen Events ausmacht, weiss OK-Präsident Roger Keusch: «Klein und fein ist unser Motto. Auch wenn wir von der Anzahl Teilnehmer her gerne noch etwas wachsen würden, steht bei uns das Familiäre weit oben.»

Auch das soziale Engagement spielt bei den Organisatoren eine Rolle. Nebst der finanziellen Unterstützung an bedürftige Einrichtungen können Menschen aus solchen Heimen gar mitlaufen und ihrem schwierigen Alltag für einmal etwas entfliehen.

Neuerungen und Traditionen

Der Traditionsanlass vom Rohrdorferberg erfuhr auch einige Neuerungen. Nebst den klassischen Läufen wie kurzen Strecken für Kinder und etwas längeren Strecken für Erwachsene wurden erstmalig die «Quer-Schülerstafette» und die «Frühlingslauf-Joggerrunde» auf einem Teilstück des 12,2 km langen Frühlingslaufes durchgeführt. Beim Alten hingegen blieb, dass ein Teil des Reinerlöses wieder einer gemeinnützigen Einrichtung in der Region zufliesst – heuer dem Haus Morgenstern in Widen.

Vonseiten der Läuferinnen und Läufer wird der freundschaftliche Umgang vor Ort geschätzt, während Stefan Soltermann vom siegenden STV Oberkulm in der Kategorie «Männer-Quer» hinzufügt: «Ich und meine Vereinskollegen schätzen diesen Anlass, weil wir nach Rohrdorf keine Tagesreise in Anspruch nehmen müssen und nicht schon am Start ermattet sind.»

Dass gleich doppeltes Jubiläum gefeiert werden konnte, war in den letzten Jahren nicht immer vorhersehbar, denn unter anderem wegen personeller Angelegenheiten standen weitere Austragungen auf der Kippe. Inzwischen hat sich ein neues OK mit frischen Ideen den Herausforderungen erfolgreich angenommen und bereits um die letzte Jahreswende herum lagen die ersten Anmeldungen vor, was Keusch besonders freute.

Frauen ansprechen

Nebst dem 12,2-km-Lauf mit 91 Läuferinnen und Läufern (Streckenrekorde inklusive) stiess die neu eingeführte 7-km-Joggerrunde ohne die Steigung nach Bellikon mit 42 Teilnehmenden auf Interesse. Keusch erzählt: «Wir haben oft Rückmeldungen erhalten, dass unsere Läufe zu lange und hart sind. Darum haben wir die neue Kategorie eingeführt und konnten so speziell Frauen ansprechen.» Auf die Zukunft des Traditionsanlass angesprochen, sieht Keusch weiteres Potenzial, hält sich aber bedeckt darüber, wie er dieses umsetzen will. Dass der Anlass auch zukünftig ausgetragen wird, ist er sich sicher, denn getreu Udo Jürgens weiss der OK-Präsident: «Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.»